Leichtathletik Hallen-WM
Wirbel um Stabhochspringerin Isinbajewa

Die Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa beschäftigt die Gerüchteküche. Angeblich will die russische Weltrekordlerin die Nationalität wechseln und nach Monaco umsiedeln. Der russische Leichtathletik-Verband ist entsetzt.

Der russische Leichtathletik-Verband bangt um eines seiner Aushängeschilder. Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa erwägt Gerüchten zufolge, die Nationalität zu wechseln und ins Steuerparadies Monaco umzuziehen. Der russische Verband hat indes der Weltrekordlerin ein Freiticket für die Hallen-WM der Leichtathleten gegeben, die nach den Olympischen Winterspielen vom 10. bis 12. März in Moskau stattfindet. Ein Schreiben des russischen Leichtathletik-Präsidenten Walentin Balachnitschew, der darum bittet, Isinbajewa solle per Unterschrift bestätigen, weiter die Farben Russlands zu vertreten, hat die 23-Jährige bisher unbeantwortet gelassen.

Millionen-Angebot aus Italien

Einiges spricht dafür, dass die Olympiasiegerin und Weltmeisterin mit einem Wechsel nach Italien liebäugelt. Aus unterschiedlichen Quellen verlautet, dass Jelena Isinbajewa einen Drei-Jahres-Vertrag über sechs Mill. Dollar mit dem italienischen Fernsehen erhalten haben soll.

Ihr Ex-Trainer Jewgeni Trofimow, der sie als junges Mädchen entdeckte und zu 18 Weltrekorden führte (zuletzt 5,01 m beim WM-Titel von Helsinki), sieht Jelena Isinbajewa auf einem gefährlichen Weg. Beim Wechsel zur Agentur "Podium", die nun das gesamte Management in Händen hat, sei sie "auf die falschen Berater hereingefallen". Sie habe nur noch das Geld im Kopf.

Ex-Coach kartet nach

Trofimow, seit der Trennung neuer Verbandstrainer der Stabhochspringerinnen, war schockiert über Art und Weise sowie angebliche Gründe der Trennung. "Jelena hat mir nichts gesagt. Am meisten ärgert mich, dass sie angeblich eine neue Motivation braucht. Wir haben innerhalb eines Jahres neunmal den Weltrekord verbessert und ihn auf fünf Meter geschraubt. Da soll keine Motivation mehr da sein? Das ist eine Lüge. Sie hat die Motivation, aber keine sportliche", ereiferte sich Trofimow.

Kurz vor Weihnachten war Jelena Isinbajewa von ihrer Heimatstadt Wolgograd, dem früheren Stalingrad, zu Witali Petrow gewechselt, dem ehemaligen Trainer von Sergej Bubka in Donezk. Von diesem hatte sich der sechsmalige Weltmeister ebenfalls nach dem 18. Weltrekord (insgesamt 35) getrennt.

Da sie bei den russischen Meisterschaften nicht starten muss, bestreitet Jelena Isinbajewa ihren Saisonauftakt nun am 18. Februar in Birmingham. Dort will sie mit 4,90m ein neues Maß in der Halle setzen. 30 000 Dollar sind ihr bereits als Weltrekord-Prämie geboten worden.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%