Leichtathletik Marathon
Gebrselassie will in Berlin den Weltrekord knacken

Wenn alles nach Plan läuft, will Äthiopiens Lauf-Idol Haile Gebrselassie beim heute stattfindenden 34. Berlin-Marathon den Weltrekord des Kenianers Paul Tergat in Angriff nehmen. Insgesamt haben 59 000 Läufer gemeldet.

Alle Augen sind beim heute stattfindenden 34. Berlin-Marathon (8.35 Uhr live in der ARD und im RBB) auf Lauf-Superstar Haile Gebrselassie gerichtet. Der Äthiopier will Anlauf auf den 25. Weltrekord seiner Karriere nehmen. "2:03 - Ich werde es euch zeigen", malte das Lauf-Idol aus Äthiopien schon vor acht Wochen bei einer Pressekonferenz in Berlin auf eine Wand, als er gebeten wurde, sein Ziel für das von ihm schon im Vorjahr gewonnene Rennen aufzuzeichnen.

Damals war er noch um 61 Sekunden an der 2003 vom Kenianer Paul Tergat an gleicher Stelle erreichten Bestmarke von 2:04:55 Stunden vorbeigerannt. Nun kündigt sein Manager Valentijn Trouw erneut an: "Haile ist fit. Er wird in Weltrekordtempo angehen."

Vorjahressiegerin Gete Wami auch am Start

Auch bei den Frauen startet in Gete Wami (Äthiopien) die Vorjahressiegerin. Sie hatte 2006 die sechsjährige Siegesserie der japanischen Läuferinnen beendet. Zudem gibt die 5 000-m-Olympiasiebte Irina Mikitenko (Wattenscheid) ihr Marathon-Debüt. Die ehemalige WM-Fünfte Sonja Oberem (Leverkusen) startet nach ihrer Babypause einen neuerlichen Comebackversuch.

Doch der 34-jährige Gebrselassie ist der größte Star unter 40 215 gemeldeten Läufern aus 115 Nationen, die sich um 9.00 Uhr beim größten deutschen 42,195-km-Rennen vor dem Brandenburger Tor auf die Strecke durch die Hauptstadt machen. Mit Inlinern, die schon Samstag unterwegs sind, Handbikern, Rollstuhlfahrern und Schüler-Staffeln sind am Wochenende rund 59 000 Menschen auf den Beinen, Hunderttausende werden zum Zuschauen erwartet.

Gebrselassie, zweimaliger Olympiasieger und viermaliger Weltmeister über 10.000m, ist der bestbezahlte aller Starter. Allein rund 250 000 Euro beträgt bei seinem siebten Marathon die Antrittsgage, zusätzlich könnte er aus dem Sechs-Millionen-Etat der Veranstaltung eine Siegprämie von 50 000 und die gleiche Summe als Bonuszahlung kassieren, wenn er der Veranstaltung den sechsten Weltrekord der Geschichte schenkt.

Gebrselassie: "Berlin hat die beste Strecke und unglaubliche Zuschauer"

"Berlin hat die beste Strecke und unglaubliche Zuschauer", sagt Gebrselassie, der seit Juni 1994 schon 24 Weltrekorde oder Weltbestleistungen aufstellte, von denen nur 22 Anerkennung fanden. Einmal fehlte ein nachträglicher Test auf das Ausdauerdoping-Mittel EPO, ein anderes Mal wurde die Zeit nicht offiziell gemessen. Seine bislang letzten beiden Rekorde stammen vom 27. Juni, als er mit einem Weltrekord-Doppel im selten ausgetragenen Stundenlauf und über 20.000m im tschechischen Ostrau auftrumpfte.

Im Vorjahr scheiterte der äthiopische Volksheld in Berlin nur, weil er zu früh alleine lief und ihm der Wind auf den letzten Kilometern ins Gesicht blies. Auch 2007 ist die Qualität der Tempomacher der größte Unsicherheitsfaktor.

Für Mikitenko gilt beim Debüt: "Mit einer Zeit von 2:30 Stunden wäre ich sicher zufrieden." Die Norm für Olympia 2008 liegt voraussichtlich bei 2:31, bei den Männern, wo Falk Cierpinski (Halle/S.) als Sohn des zweimaligen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski dabei ist, bei 2:13.

Der Berlin-Marathon ist das viertgrößte 42,195-km-Rennen der Welt und zählt neben New York, London, Chicago und Boston zu den World Marathon Majors (WMM), der Champions League der Marathonläufe.

© SID

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