Leichtathletik Meeting
Graham-Schützlinge erhalten keine Istaf-Einladung

Das Leichtathletik-Meeting Istaf in Berlin am 3. September wird ohne die von Sprintcoach Trevor Graham trainierten Athleten stattfinden. Die Organisatoren haben von einer Einladung abgesehen.

Die Schützlinge des umstrittenen Sprintcoaches Trevor Graham werden bei der 65. Auflage des Leichtathletik-Meetings Istaf in Berlin (3. September) nicht an den Start gehen. Davon betroffen sind unter anderem 200-m-Olympiasieger Shawn Crawford, 60-m-Hallen-Weltmeisterin Me´Lisa Barber (beide USA) und Vorjahres-Istaf-Sprintsieger Dwight Thomas (Jamaika).

Graham trainierte neun gedopte Athleten

Das kündigte Gerhard Janetzky, geschäftsführender Gesellschafter des einzigen deutschen Golden-League-Sportfestes, am Donnerstag als Reaktion auf den Dopingskandal um 100-m-Olympiasieger Justin Gatlin an. Gatlin wird von Graham betreut, der inklusive des Co-Weltrekordlers bereits neun gedopte Athleten trainierte.

Auch eine Verpflichtung der dreifachen Sydney-Olympiasiegerin Marion Jones, einst Athletin von Graham und nie positiv getestet, aber durch den Balco-Skandal unter Dopingverdacht geraten, sei kein Thema.

Janetzky rief seine Kollegen bei den Golden-League-Meetings in Paris, Oslo, Rom, Zürich und Brüssel auf, ähnlich "sensibel bei der Athletenverpflichtung" zu sein. Er wünsche sich eine einheitliche Linie, für die er bei der nächsten Zusammenkunft der sechs Meetingveranstalter in der Königsklasse eintreten werde. "Das hat in diesem Jahr leider noch nicht funktioniert", so Janetzky. So feierte Jones in Paris einen 100-m-Sieg und wurde in Rom Zweite.

Zugleich wird das Istaf Qualität und Quantität der Dopingproben erhöhen. So wird erstmals auch auf das Blutdopingmittel EPO getestet.

Bisher sind für die Veranstaltung schon 24 000 Tickets verkauft, darunter alle Logenplätze. Als neue Athleten wurden Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) und 800-m-Sydney-Olympiasieger Nils Schumann verpflichtet.

© SID

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