Leichtathletik-Weltmeisterschaft
Dietzsch holt erstes deutsches WM-Gold

Franka Dietzsch aus Neubrandenburg bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft das Diskuswerfen gewonnen. Es ist das erste Gold für Deutschland in Helsinki. Die deutschen Stabhochspringer enttäuschten. Tobias Unger belegte als einziger Europäer im 200-Meter-Finale Platz sieben.

HB HELSINKI. Die 37-Jährige sicherte sich mit 66,56 m den Titel vor der Russin Natalja Sadova (64,33) und Vera Pospisilova- Cechlova (63,19) aus Tschechien.

Silber ging mit 64,33 Meter an Olympiasiegerin Natalia Sadowa aus Russland. Bronze holte sich die Jahres-Weltbeste Vera Pospisilova-Cechlova aus Tschechien mit 63,19 Meter. Franka Dietzsch hatte bereits 1999 in Sevilla den WM-Titel und im Jahr davor in Budapest die Europameisterschaft geholt.

Für den DLV war es die dritte Medaille in Helsinki nach Bronze für Kugelstoßer Ralf Bartels und Diskuswerfer Michael Möllenbeck. „Vor einem Jahr hat man uns praktisch ausgemustert - jetzt sind wir Weltmeister“, sagte der Trainer von Dietzsch, Dieter Kollark. Es sei nun ihre Entscheidung, ob sie die Laufbahn noch fortsetzen wolle.

Bei ihrer achten WM-Teilnahme seit 1991 wurde Franka Dietzsch auf die härteste Geduldsprobe gestellt. Nach der erfolgreichen Qualifikation mit 63,53 Meter am vergangenen Sonntag musste sie vier Tage ausharren, bis es endlich los ging. Denn am Dienstag wurde das Diskus-Finale wegen des Unwetters über Helsinki abgebrochen.

Im Stabhochsprung scheiterte Tim Lobinger (Köln) im Finale drei Mal an 5,65 Meter und musste sich mit 5,50 wie vor zwei Jahren in Paris mit Platz fünf bescheiden. Auch Danny Ecker packte enttäuscht ein. Der 28 Jahre alte Leverkusener leistete sich schon bei seiner Anfangshöhe von 5,50 m einen „Salto nullo“; ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt war dies auch seinem Clubkollegen Lars Börgeling bereits im Vorkampf (5,45 m) passiert.

Tobias Unger von der LAZ Salamander Kornwestheim belegte als einziger Europäer im Finale wie bei den Olympischen Spielen in Athen Platz sieben. Justin Gatlin dominierte den Lauf und wurde Sprintkönig der WM. Der Amerikaner hatte am Donnerstag bereits die 100 Meter gewonnen.

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