Massensturz kurz vor dem Ziel
Bernucci feiert Etappensieg vor Winokurow

T-Mobile-Profi Alexander Winokurow hat seinen ersten Etappensieg bei der 92. Tour de France knapp verpasst. Der Italiener Lorenzo Bernucci vom Rennstall Fassa Bortolo setzte sich auf der sechsten Etappe nach 199 km zwischen Troyes und Nancy im Schlussspurt vor Kasachstans Meister und Robert Förster aus Markkleeberg vom Team Gerolsteiner durch.

T-Mobile-Profi Alexander Winokurow hat seinen ersten Etappensieg bei der 92. Tour de France knapp verpasst. Der Italiener Lorenzo Bernucci vom Rennstall Fassa Bortolo setzte sich auf der sechsten Etappe nach 199km zwischen Troyes und Nancy im Schlussspurt vor Kasachstans Meister und Robert Förster aus Markkleeberg vom Team Gerolsteiner durch.

Nach einem von Christophe Mengin ausgelösten Massensturz kurz vor dem Ziel wurde das Feld geteilt. Ullrich erreichte das Ziel in der ersten, Lance Armstrong in der zweiten Gruppe. Armstrong verteidigte damit sein Gelbes Trikot erfolgreich, liegt im Gesamtklassement aber nur noch 53 Sekunden vor Winokurow.

Winos zweiter Platz ist für die Moral der ganzen Mannschaft gut. Für mich ist es auch gut gelaufen. Weil ich mich konsequent vorne aufgehalten habe, hatte ich Glück, nicht zu stürzen", sagte Ullrich.

Voigt bester Deutscher auf Rang fünf

Der Rostocker holte zwölf Sekunden auf und ist nun 1:36 Minuten zurück auf Platz 13. Jens Voigt (1:04) ist als viertplatzierter bester Deutscher. Damit wurde erstmals in diesem Jahr eine Tour-Etappe nicht im Massensprint entschieden. "Der zweite Platz ist für uns ein Erfolg. Wino hat Kämpferqualitäten bewiesen. Ich bin froh, dass unsere Fahrer auf den gefährlich nassen Straßen gut durchgekommen sind", sagte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer.

"Das ist optimal gelaufen. Ich habe mich irgendwie durchgemogelt. Eigentlich wollte ich mich an dem Sprint gar nicht beteiligen, weil ich dazu gar nicht mehr in der Lage war. Aber dann sah ich den Haufen da liegen und binn innen durchgefahren", sagte Förster zu seinem glänzenden dritten Platz.

Armstrong musste um Gelbes Trikot kämpfen

Bereits bei Kilometer 30 war eine fünfköpfige Gruppe um den Franzosen Mengin aus dem Feld ausgerissen und hatte zwischenzeitlich einen Vorsprung von 8:30 Minuten herausgefahren. Dabei fuhr der Italiener Mauro Gerosa, der im Gesamtklassement 4:22 Minuten hinter Armstrong liegt, zwischenzeitlich im virtuellen Gelben Trikot. Außerdem befanden sich der viermalige Etappensieger Jaan Kirsipuu (Estland), Ex-Henninger-Turm-Gewinner Karsten Kroon (Niederlande) und Stephane Auge (Frankreich) in der Fluchtgruppe.

Als im Feld die Sprinter-Teams Quick Step und Davitamon-Lotto auf das Tempo drückten, schmolz der Vorsprung zunehmend dahin. Zunächst wurden beim letzten Anstieg Kroon und Auge, dann Kirsipuu und Gerosa eingefangen. Zwei Kilometer vor dem Ziel war schließlich auch der Ausreißversuch von Mengin bei einem Sturz unterbunden. Immerhin sicherte sich Kroon das Gepunktete Trikot, der Niederländer holte sich auf den vier Bergwertungen der vierten Kategorie insgesamt sieben Punkte.

Am Freitag kommt die Tour erstmals nach drei Jahren wieder nach Deutschland. Auf der 228,5km langen Etappe von Luneville nach Karlsruhe wird 39km vor dem Ziel bei Wintersdorf die Grenze zu Deutschland überschritten. Das Teilstück kommt dabei den Sprintern entgegen. So wartet im Finish eine vier Kilometer lange Zielgerade, die längste der Tour-Geschichte.

Ullrich freut sich auf "Gänsehaut-Erlebnis" in Deutschland

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich freut sich bereits auf den Abstecher nach Deutschland und spricht von einem "Gänsehaut-Erlebnis". "Ich freue mich auf Deutschland. Es ist immer schön, in der Heimat zu fahren. Ich weiß noch, wie toll die Stimmung beim letzten Mal war", erinnert sich Ullrich. Erst zum 14. und 15. Mal macht die Tour Station in Deutschland. Karlsruhe und Pforzheim werden zum zweiten Mal in der Historie der Frankreich-Rundfahrt angesteuert, letztmals war dies 1987 der Fall.

© SID

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