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Maze sichert sich Sieg beim Weltcup-Auftakt

Tina Maze hat den ersten Riesenslalom der Saison gewonnen. Im österreichischen Sölden setzte sich die Slowenin vor Janica Kostelic und Anja Pärson durch, Martina Ertl-Renz wurde Achte.

Mit einem Sieg der Slowenin Tina Maze ist Auftakt-Rennen des alpinen Ski-Weltcups zu Ende gegangen. Beim Riesenslalom im österreichischen Sölden verwies sie mit einer Gesamtzeit von 2:24,59 Minuten die dreifache Olympiasiegerin Janica Kostelic (Kroatien/2:24,93) und Gesamtweltcupsiegerin Anja Pärson aus Schweden (2:25,03) auf die Plätze.

Ertl-Renz beste deutsche Starterin

Martina Ertl-Renz (Lenggries) wurde als beste Deutsche in 2:26,41 Achte. Maria Riesch (Partenkirchen) landete bei ihrem Comeback im Weltcup in 2:28,16 auf dem 24. Platz. "Wir haben noch Raum für Verbesserungen, aber wir sind dabei. Im Großen und Ganzen stimmt die Richtung", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier nach dem Riesenslalom im ewigen Eis.

Seine Läuferinnen sahen es ähnlich. "Ich wäre gerne unter die ersten 15 oder 20 gefahren, aber dieses Rennen ist auch nicht das Maß aller Dinge. Das ist wie die erste Etappe der Tour de France", tröstete sich Maria Riesch nach ihrem ersten Rennen seit etwas mehr als zehn Monaten. Am 12. Januar 2005 hatte sie sich in Cortina das Kreuzband im rechten Knie gerissen, dann wurde die Vorbereitung im September noch durch eine Knochenstauchung gestört. Die 20 Jahre alte Partenkirchenerin ist auf der Suche nach der Wettkampf-Form, ihr fehle noch das Zutrauen, im Rennen ans Limit zu gehen, erklärte Chefcoach Maier.

Keine Schmerzen bei Riesch

Trotz eines Absturzes von Rang 17 nach dem ersten Durchgang überwog bei Maria Riesch dann aber doch die Erleichterung. "Auch wenn das jetzt nicht mein Wunschergebnis war, ich bin froh, dass ich wieder fahren kann und keine Schmerzen habe." Außerdem wird in den kommenden Rennen die Aufregung wohl geringer sein. "Ich war am Start diesmal schon ziemlich nervös, das war irgendwie ungewohnt. Es wird ein bisschen dauern, bis ich meinen Rhythmus wieder habe", sagte die Gesamtweltcup-Dritte von 2004. Tatsächlich, betonte Maier, "ist sie schon viel weiter als sie hier gezeigt hat."

Auch von Martina Ertl-Renz hätte sich Maier gemessen an den bisherigen Trainingseindrücken mehr erwartet. "Aber die Platzierung ist trotzdem in Ordnung", versicherte der Cheftrainer. Die 32 Jahre alte Lenggrieserin, nach dem ersten Lauf noch Sechste, sah dies zu Beginn ihrer letzten Saison ähnlich: "Das Ergebnis ist ausbaufähig, das gibt aber auch Selbstvertrauen. Ich weiß jetzt, dass ich dabei bin. Ich möchte aber künftig schon das eine oder andere mal auf´s Stockerl fahren."

Blieninger fährt knapp am zweiten Durchgang vorbei

Viel hätte nicht gefehlt, und der DSV wäre mit einem Trio im Finale vertreten gewesen. Anja Blieninger (Altenau) aber verfehlte den zweiten Durchgang nur knapp um 0,04 Sekunden. Die 24 Jahre alte Spätzünderin, die in den vergangenen zwei Wintern meist auf eigene Faust und schließlich erfolgreich um ihre Rückkehr in den Weltcup gekämpft hatte, war entsprechend verärgert: "Ich war im Training immer schneller als Martina und Maria, und jetzt sowas." Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) fuhr dagegen als 43. (1:15,69) weit am Finale vorbei, Annemarie Gerg (Lenggries) stürzte.

© SID

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