Millionengehälter der Top-Sportler
US-Basketball droht das Finanzchaos

Die reichen Eigentümer der amerikanischen Basketballklubs haben durch die Wirtschaftskrise viel Geld verloren. Jetzt wollen sie die Gehälter der Stars kürzen. Die Rezession lässt ihnen keine andere Wahl. Doch der Konflikt ist programmiert.

DÜSSELDORF. Dirk Nowitzki hat ein Einsehen: "Wenn ich dem Klub helfen kann, Spieler zu holen, die uns die Meisterschaft sichern, verzichte ich gerne auf einen Teil meines Gehalts." Das sollte ihm leicht fallen. Das Salär des Basketballstars der Dallas Mavericks beträgt rund 18 Mio. Dollar pro Jahr. Doch trotz der enormen Summen, die amerikanische Basketball-Klubs ihren Stars zahlen, steht Nowitzkis Ankündigung für eine neue Bescheidenheit in der US-Profiliga NBA.

Die Wirtschaftskrise lässt der drittreichsten Sportliga der Welt keine andere Wahl. "Das Wirtschaftssystem der NBA ist kaputt", sagte der mächtige Spieleragent David Falk zuletzt der "New York Times". Etliche Teambesitzer würden "eine Menge Geld verlieren". Er befürchtet, die Eigner könnten die Liga bis zu zwei Jahre schließen, um Spielergehälter einzusparen. "Ich glaube es wird sehr extrem, weil die Zeiten extrem sind", sagte Falk.

NBA-Boss David Stern hat reagiert: Kurz nach Falks Kritik arrangierte er ein Treffen mit Billy Hunter, dem Chef der Spielergewerkschaft. Das Ziel: Ein neuer Vertrag zwischen Liga, Spielern und Klubbesitzern. Das aktuelle "Collective Bargaining Agreement", wie der Tarifabschluss heißt, läuft bis Ende 2010. Er regelt Vertragslaufzeiten und den "Salary Cap", der die Spielergehälter begrenzt.

Momentan darf ein Team maximal 58,7 Mio. Dollar an Personalkosten ausweisen - insgesamt stehen den Spielern 57 Prozent des NBA-Jahresumsatzes zu. Das entspricht rund 3,5 Mrd. Dollar. Stern und vielen Klubbesitzern ist das zu viel. Seit Einführung des "Caps" im Jahr 1984 sind die Ausgaben mit einer Ausnahme jedes Jahr gestiegen.

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