Mit dem neuen F2005 will das Schumi-Team zum Gegenangriff übergehen
Der süße Traum vom Granatapfelregen

Im Land von 1 000 und einer Nacht werden Märchen wahr - deshalb ist Ferrari vor dem dritten Grand-Prix der Formel-1-Saison in Bahrain guter Dinge.

SACHIR. Der Einwohner von Bahrain liebt die Tradition. Seit mehr als 200 Jahren herrscht die Al-Khalifa-Familie über das Königreich und betet wie 90 Prozent ihrer Untertanen zu Allah, dem Allmächtigen, der dem Land Öl und unermesslichen Reichtum geschenkt hat. Und weil der Bahrainer ein dankbarer Mensch ist, respektiert er die Regeln des Koran selbst dann, wenn so ein sündiger Zirkus wie die Formel 1 am kommenden Wochenende auf der arabischen Halbinsel gastiert. Die Veranstalter verbannen den traditionellen Champagnerregen.

Stattdessen dürfen sich die Erstplatzierten bei der Siegerehrung auf ein wohlduftendes Gemisch aus Granatapfel- und Rosenblütensaft freuen. "Jetzt rieche ich wie eine Frau", flachste Jenson Button, als er sich nach seinem dritten Platz 2004 grinsend die süßen Tropfen aus dem Gesicht wischte. Nur die beiden Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello waren beim Premieren-Grand-Prix auf der Insel schneller.

Wahrscheinlich würde der amtierende Weltmeister auch für den Rest des Jahres auf den Alkohol verzichten, wenn dadurch der Vorjahreserfolg wiederholt werden könnte. Aber nach dem schlechtesten Saisonstart seiner Karriere ruht Schumachers einzige Hoffnung auf der mit Spannung erwartete Rennpremiere des F2005. "Das erste Rennen im neuen Auto ist immer ein Erlebnis. Wir werden uns Schritt für Schritt nach vorn arbeiten. Alle sind motiviert. Alle sind heiß", erklärte der Kerpener. Sein Teamkollege Barrichello wird noch deutlicher: "Mit dem neuen F2005 können wir nach zwei Rennen in der Defensive endlich zum Gegenangriff übergehen."

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