Nach Wimbledon-Finale
Lisicki will nach ganz oben

Nach dem verlorenen Wimbledon-Finale gibt sich Sabine Lisicki kämpferisch. Die Tennisspielerin will mittelfristig unter die besten Zehn der Welt kommen – und langfristig an die Spitze.
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BerlinZwei filigrane goldene Halsketten schmückten das blaue Shirt und den beigefarbenen Blazer, den Sabine Lisicki bei der ersten Pressekonferenz nach der Rückkehr aus Wimbledon trug. Blickfang war am Montag in der Heimat wie schon im Tennis-Mekka jedoch ihr bezauberndes Lächeln. Kein Anzeichen von Frust: Trotz der Finalniederlage gegen die Französin Marion Bartoli strahlte die 23-Jährige mit der Berliner Sonne um die Wette.

Charmant, aber ohne Interpretationsspielräume verkündete die Hauptstädterin ihre kommenden Ziele nach der überwundenen Enttäuschung vom klaren 1:6, 4:6 gegen Bartoli in London. „Ich will unter die Top Ten“, sagte die 23-Jährige. Durch ihren Endspiel-Einzug verbesserte sich die Berlinerin in der Weltrangliste vom 24. auf den 18. Platz. Langfristig wolle sie weiterhin die Nummer eins der Welt werden. „Das ist immer noch aktuell.“

Damit es in Zukunft einen dauerhaften Aufschwung im deutschen Tennis gibt, müssten die Damen „das ganze Jahr durch bei Turnieren weit kommen“, meinte Lisicki. Die Basis für einen Tennis-Boom sei gelegt. „Es ist gut, dass wir mehrere deutsche Damen haben, die bereits weit oben spielen und die Verantwortung nicht auf einer Schulter allein liegt“, erklärte sie.

Zudem sei es wichtig, dass wieder mehr Turniere in Deutschland ausgetragen würden. „Es gäbe nichts Schöneres als ein Turnier in Berlin – am besten natürlich auf Rasen“, sagte Lisicki. Zuletzt fanden die German Open im Steffi-Graf-Stadion an der Hundekehle im Jahr 2008 statt. Zudem forderte sie die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten auf, wieder die großen Tennis-Veranstaltungen übertragen.

Sie selbst wolle nun zunächst erst einmal ein paar Tage ausspannen. „Komplette Ruhe für den Körper - ohne Tennisschläger“, gab sie als Plan für die nächsten Tage aus. Vom kommenden Montag an wolle sie wieder auf dem Platz stehen und sich auf die Hartplatzsaison vorbereiten. „Dann geht es wieder voll weiter“, sagte Lisicki mit Blick auf die Ende August beginnenden US Open.

Ihre Niederlage in Wimbledon bezeichnete sie als „Erfahrung, die für die Zukunft Gold wert ist“. Es sei „ein unglaublich schönes Gefühl“ gewesen: „Der Traum ist leider noch nicht in Erfüllung gegangen – ich werde an dieser Niederlage wachsen.“ Sie verglich den zweiten Platz in Wimbledon mit einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen von London im vergangenen Jahr. „Darüber hätte ich mich auch riesig gefreut.“ Im Mixed fehlte mit Platz vier damals nicht viel zum Bronzerang.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie sagte schon Karl Valentin: Mögen taten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut. Toll?

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