Nordische Kombination Weltcup
Kircheisen verpasst Weltcupsieg knapp

Am Ende des Weltcups der Kombinierer in Lathi trennten Björn Kircheisen lediglich 39,3 Sekunden vom ersten deutschen Sieg der Saison. Der Norweger Magnus Moan gewann den Wettbewerb.

Björn Kircheisen hat beim Weltcup der Kombinierer in Lahti nur knapp den Sieg verpasst. Der Team-Silbermedaillengewinner von Turin landete nach Sprunglauf und 15-km-Langlauf nur 39,3 Sekunden hinter dem Norweger Magnus Moan. Für Moan war es der zweite Erfolg in diesem Winter. Dritter wurde Sprint-Olympiasieger Felix Gottwald aus Österreich. Der elfmalige Saisonsieger Hannu Manninen fehlte krankheitsbedingt, steht vor den letzten sechs Rennen aber bereits als Weltcup-Gesamtsieger fest. Einzel-Olympiasieger Georg Hettich aus Schonach, der nach dem Springen Fünfter war, fiel auf Rang zehn zurück. Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann aus Dermbach enttäuschte und kam nur als 16. ins Ziel.

"Nach vorne ging nichts mehr, ich war zu kaputt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden", meinte Kircheisen, der im Vorjahr an gleicher Stelle gewonnen hatte. "Ich habe versucht, mein Rennen locker zu Ende zu laufen und etwas Kraft für den Sprint zu sparen."

Kircheisen als Mitfavorit nach Finnland

Am Sonntag (10.45 Uhr/live im ZDF) tritt Kircheisen, der zum zweiten Mal im Olympiawinter Zweiter war (zuvor im Januar in Harrachov), als Mitfavorit zum Sprintrennen an. "Natürlich habe ich eine Chance. Aber in Finnland weiß man nie. Da braucht man auch etwas Glück mit dem Wind", sagte Kircheisen.

Georg Hettich verspielte seine gute Ausgangsposition nach dem Springen und fiel auf Platz zehn zurück. "Die Strecke war schon ziemlich knackig. Mir ist der Lauf sehr schwer gefallen", meinte der vom Feier-Marathon der letzten Tage noch geschwächte Schwarzwälder. "Aber die ganze Feierei ist jetzt vorbei. Endlich ist wieder Weltcup, und darüber freue ich mich", so der Olympiasieger.

Keinen guten Tag erwischte Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann, der zwar mit neuen Schuhen und neuen Skiern, aber ohne das nötige Glück sprang. "Ich bin beim Springen einfach zu instabil. Mal kommt ein guter, mal ein schlechter Sprung heraus. Eigentlich bräuchte ich noch eine Trainingsphase, aber das ist am Ende der Saison nicht mehr drin", meinte der Thüringer. Schon nach dem Springen lag Ackermann als 21. fast drei Minuten hinter der Spitze zurück und war chancenlos.

© SID

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