Olympia Peking
Erste Olympiafälle vor dem CAS

Der ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshof CAS liegen die ersten beiden Fälle zur Verhandlung vor. Aserbaidschans Hockeyfrauen und eine Schwimmerin klagen.

Die ad-hoc-Kommission des Internationale Sportgerichtshofs CAS muss sich nur einen Tag nach der Eröffnung ihres Olympia-Büros in Peking mit den ersten beiden Fällen beschäftigen. Das nationale Olympische Komitee und der Hockey-Verband Aserbaidschans klagen gegen die Internationale Hockey-Förderation (FIH) auf Teilnahme ihres Frauen-Teams an den Sommerspielen. Die Juristische Kommission der FIH hatte jüngst entschieden, die beiden positiven Dopingproben bei spanischen Spielerinnen während des Qualifikationsturniers im April in Baku nicht als Dopingfälle zu werten, die mit Strafen zu ahnden sind. Deshalb wurde das spanische Team nicht disqualifiziert und durfte seinen Olympia-Startplatz behalten.

Im zweiten Fall klagt die Schwimmerin Joan Christel Simms gegen den Schwimm-Weltverband Fina, weil dieser ihr keine Starterlaubnis für Peking erteilte. Die auf Hawaii geborene Simms hat die doppelte Staatsbürgerschaft der USA und der Philippinen und wollte nun für das asiatische Land starten. Das US-NOK stimmte zu, nicht jedoch die Fina, weil Simms 2007 als US-Athletin an internationalen Wettkämpfen teilgenommen hatte. Außerdem, so argumentierte der Weltverband, habe sie keinen permanenten Wohnsitz in den vergangenen zwölf Monaten auf den Philippinen gehabt.

Für jeden Fall der Ad-hoc-Kommission bestimmt der Schweizer Robert Briner als vorsitzender Richter ein Dreier-Gremium, das binnen 24 Stunden entscheidet. Erstmals hatte der in Lausanne sitzende CAS bei den Spielen 1996 in Atlanta eine ad-hoc-Kammer eingesetzt. Seitdem sind bei Sommerspielen jeweils zwölf und bei Winterspielen jeweils neun CAS-Schiedsrichter vor Ort im Einsatz.

© SID

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