Olympia Peking
Kein Zusammentreffen von Koreas Spitzenpolitikern

Koreas Spitzenpolitiker bleiben weiterhin auf Distanz. Auch die Olympia-Eröffnungsfeier in Peking bewegt die Staatsmänner von Nord- und Südkorea nicht zu einer Zusammenkunft.

Auch die olympische Eröffnungsfeier am Freitag in Peking bringt Spitzen-Politiker aus Nord- und Südkorea nicht an einen Tisch. Ursprünglich hatten die chinesischen Gastgeber geplant, den südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-Bak und die Nummer zwei in der Führung Nordkoreas, Kim Yong-Nam, bei einem Willkommens-Essen am Freitag an einem Tisch zu platzieren.

"Beide sollten zunächst an einem Tisch sitzen, aber China hat die Pläne geändert", sagte ein südkoreanischer Regierungssprecher der französischen Nachrichtenagentur AFP. Laut südkoreanischen Medienberichten sei das politisch brisante Zusammentreffen auf Intervention Nordkoreas nicht zustande gekommen; angeblich soll es Vorbehalte im Bruderstaat gegeben haben.

Kein gemeinsamer Einmarsch

Auch die Mannschaften werden anders als in Sydney und Athen nicht gemeinsam hinter einer Korea-Flagge, sondern hintereinander unter eigenen Flaggen einmarschieren, gab IOC-Präsident Jacques Rogge am Donnerstag bekannt: "Die Noks beider Länder waren dazu bereit, aber die Politiker konnten sich nicht einigen. Wir bedauern das sehr, es ist ein weiterer Rückschlag für den Friedensprozess."

Verhandlungen über eine gemeinsame Olympia-Mannschaft waren im Vorfeld ebenfalls erneut gescheitert. Südkorea stand dem Vorschlag positiv gegenüber, Nordkorea hatte dies jedoch abgelehnt.

Nordkorea hat 60 Athleten nach Peking entsandt, für Südkorea gehen 267 Sportler an den Start.

© SID

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