Olympia Peking
Olympioniken ziehen ins Olympische Dorf ein

Das Olympische Dorf in Peking wurde zwölf Tage vor den Sommerspielen eröffnet. Neben dem chinesischen Basketball-Star Yao Ming bezogen auch die deutschen Sportler ihr Quartier.

Tanzende Maskottchen, lachende Kinder, begeisterte Athleten - mit einer farbenfrohen Zeremonie ist das Olympische Dorf in Peking eröffnet worden, das mehr als 16 000 Menschen während der Sommerspiele ein neues Zuhause bietet. Gut 200 chinesische Sportler, darunter Basketball-Star Yao Ming, nahmen an der Feier teil. Ein Großteil reiste anschließend wieder zurück ins Trainingslager.

Die ersten Gäste sind vor allem Ausländer. So bezog Deutschland mit etwa einem Dutzend Sportlern und Offiziellen Quartier. Die Slalomkanuten kamen am Eröffnungstag in der Olympiastadt an. Außerdem hat Dosb-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank als stellvertretender Chef de Mission bereits mit dem Aufbau des deutschen Mannschaftsbüros begonnen.

"Sehr schön, groß und sauber", sagte Kanuslalom-Bundestrainer Jürgen Köhler und zeigte sich mit den Unterkünften zufrieden: "Es sind sehr große Wohnblocks - wie noch nie bei Olympia." Der 62-Jährige meinte schmunzelnd: "Es wuseln sehr viele junge Volunteers um einen herum, die sind manchmal ein bisschen überflüssig."

Seine Schützlinge Jan Benzien, Jennifer Bongardt, Alexander Grimm, Felix Michel und Sebastian Piersig kümmerten sich zunächst um die Akkreditierungen und trainieren am Abend im Fitnesscenter. Am Montagmorgen steht die erste Einheit im künstlichen Wildwasserkanal auf dem Programm. Zur kleinen deutschen Vorhut gehörte auch Ruderer Marcel Hacker.

Bei der Eröffnungsfeier überreichte Olympia-Organisationschef Liu Qi die Dorfschlüssel an Dorfbürgermeisterin Chen Zhili, die meinte: "Wir freuen uns über die ersten Bewohner - das chinesische Olympiateam." Anschließend regnete es farbiges Konfetti, Kinder tanzten als Olympia-Maskottchen verkleidet, und die chinesische Flagge wurde gehisst.

16 000 Athleten werden erwartet

In der Zeit der Spiele vom 8. bis 24. August werden mehr als 16 000 Athleten und Offizielle im Dorf wohnen, das bis 28. August zur Verfügung steht. Danach ziehen 7 000 Teilnehmer der Paralympics ein.

Die 66 Hektar große Fläche liegt im Nordwesten der Stadt, in unmittelbarer Nähe zum Olympiastadion. Darauf errichtet wurden 42 sechs bis neunstöckige Wohnhäuser. Rund um das Gelände herrscht Sicherheitsstufe eins.

Die meist im westlichen Stil ausgestatteten Wohnungen sind 170 Quadratmeter groß. Sie sollen sechs Bewohnern Platz bieten, die sich zwei Badezimmer teilen und in rund elf bis 21 Quadratmeter großen Zweibettzimmern untergebracht werden. Die Unterkünfte sind mit Internet und Alarmanlagen ausgestattet.

Umweltschonende Ausstattung

Beim Bau des Olympischen Dorfes legten die Organisatoren einen Spagat hin. Ziel war eine "Harmonie zwischen Bau und Umwelt", sagte Liu Rong, Sprecherin des verantwortlichen Pekinger Bauunternehmens. Vor allem "Grün" solle das Dorf sein. Eingesetzt wurden erneuerbare Energien und eine eigene Wasseraufbereitung.

Solaranlagen auf den Dächern produzieren Strom zur Beleuchtung der Rasenflächen und Straßen. Regenwasser wird aufgefangen und Abwasser aufbereitet. Das Wasser aus einer Kläranlage wird zum Heizen und Abkühlen verwendet. Damit sollen 60 Prozent der Elektrizität eingespart werden.

Nach den Spielen werden die Wohnungen verkauft. Die Preise erreichen stolze Höhen. So wird sich der Quadratmeterpreis auf rund 1 800 Euro belaufen, üblich sind 1 100 bis 1 200 Euro.

© SID

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