Olympia Sportpolitik
Kritik an Münchner Olympia-Konzept wird lauter

Die Beschränkung auf nur drei Standorte hat erneut für Kritik am Sportstättenkonzept der Münchner Olympia-Bewerbung gesorgt. Das letzte Wort sei allerdings noch nicht gesprochen, betonte Wirtschaftsminister Erwin Huber.

Am kompakten Sportstättenkonzept und der Formel "München plus zwei" für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 wächst Kritik. Nach Landtagspräsident Alois Glück sprachen sich nun weitere führende CSU-Politiker des Freistaats Bayern gegen die Entscheidung aus, sich auf München (Eissport), Garmisch-Partenkirchen (Ski und Snowboard) sowie Schönau am Königssee (Bob, Rodeln, Skeleton) festzulegen.

"Die Staatsregierung wird sich bemühen, dass nicht nur drei Standorte, sondern mehr Orte geprüft und in das Konzept aufgenommen werden", zitiert die Süddeutsche Zeitung Wirtschaftsminister Erwin Huber. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.

Inzell hofft auf neue Halle

Kommunalpolitiker wie Martin Hobmaier, Bürgermeister der Eisschnelllauf-Hochburg Inzell, sieht durch einen Verzicht bestehender Infrastruktur sogar die Existenz gefährdet: "Wenn wir keine Halle bekommen, geht es bergab." Auch aus der SPD gibt es Kritik. Wilhelm Leichtle, sportpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, spricht sich ebenfalls für eine Dezentralisierung aus.

Die Vertreter der deutschen Wintersportfachverbände hatten sich auf ihrer jüngsten Klausurtagung in Planegg dagegen einstimmig auf das Modell geeinigt, in dem neben der bayerischen Landeshauptstadt nur Garmisch-Partenkirchen und Schönau als weitere Wettkampforte geplant sind.

Regionale Interessen zurückgestellt

"Mit diesem kompakten, nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Konzept haben wir die Chance, München und Deutschland den Traum von Olympia zu erfüllen. Dem Erfolg der Bewerbung zuliebe wurden regionale Interessen zurückgestellt", sagte Skiverbands-Präsident Alfons Hörmann als Sprecher der deutschen Wintersportverbände.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wies erneut darauf hin, dass seiner Meinung nach "jede weitere Zersplitterung des Sportstättenkonzepts die Chancen schmälern würde". Von einer erfolgreichen Bewerbung würde ganz Bayern profitieren, von einer erfolglosen niemand.

Der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) und die Landeshauptstadt hatten sich am Montag auf das Bewerbungskonzept "München plus zwei" verständigt.

© SID

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