Olympia Turin
TV-Marathon bei ARD und ZDF zu Olympia

ARD und ZDF bringen den TV-Zuschauern zu den Olympischen Winterspielen in Turin neben 350 Stunden Übertragungszeit auch einige Neuerungen ins Wohnzimmer. So wird auch Harald Schmidt seinen Senf zu den Spielen abgeben.

ARD und ZDF brechen mit ihren Übertragungen von den Olympischen Winterspielen in Turin sämtliche Rekorde. Mit 350 Stunden Übertragungszeit, 19 Stunden täglich, davon 14 Stunden live, berichten die Öffentlich-Rechtlichen umfassender als je zuvor von den Olympischen Winterspielen. Die ARD setzt zudem noch auf die Showeinlagen Harald Schmidts, der zusammen mit Waldemar Hartmann eine Sendung zu den Olympischen Spielen moderieren wird.

"Konkurrenten in brüderlicher Liebe"

Trotz Koketterie mit der Konkurrenzsituation beider Sender sagte ZDF-Chfredakteur Nikolaus Brender, er sei zuversichtlich, dass die Kooperation mit der ARD und dem Bayerischen Rundfunk so gut laufen werde wie in den Jahren zuvor. "Wir sind Konkurrenten in brüderlicher Liebe", ergänzte ARD-Programmdirektor Günter Struve.

Die Unterschiede im Konzept wurden jedoch bereits bei der teils launigen Präsentation deutlich. Während das ZDF sein Olympia-Programm klassisch seriös gestalten will, wird die ARD auch auf weniger ernst gemeinte Programmelemente setzen. Allen voran soll das Duo "Waldi und Harry", Waldemar Hartmann und Harald Schmidt, mit einstündigen Spätsendungen aus dem Deutschen Haus in Sestriere für eine unterhaltsame Betrachtung des Geschehens sorgen. "Wir wollen eine neue Kultsendung kreieren. Und wenn die beiden es nicht schaffen, dann schafft es keiner", sagte Struve.

Delling und Netzer verlängern

Über die Inhalte der Sendung wollten Hartmann und Schmidt noch nicht viel verraten. "Waldi wird die Sendung moderieren, ich bin sozusagen der Andrack von Waldi", sagte Schmidt. Manuel Andrack assistiert Schmidt in dessen Show bei der ARD. Sollte das Konzept aufgehen, sei eine Neuauflage bei der Fußball-WM im Sommer 2006 denkbar, erklärte Struve, der am Rande zudem verkündete, dass das Moderatoren-Duo bei Fußball-Länderspielen, Gerhard Delling und Günter Netzer, bis zur Europameisterschaft 2008 für die ARD am Ball bleiben werde.

Neben der täglich wechselnden Liveberichterstattung aus Turin und Sestriere werden ARD und ZDF rund 400 Stunden auf den digitalen Zusatzkanälen anbieten. Zusätzlich wird die ARD in ihren über 40 Hörfunkprogrammen teils rund um die Uhr berichten, weitere Angebote stehen bei ARD und ZDF im Internet zur Verfügung.

Bei der ARD werden sich Gerhard Delling und Monika Lierhaus mit den Live-Moderationen abwechseln, Rudi Cerne und Michael Steinbrecher übernehmen diese Aufgabe für das ZDF. Johannes B. Kerner wird darüber hinaus die Olympia-Highlights präsentieren.

Außerdem stehen beiden Sendern zahlreiche ehemalige Wintersportler als Experten zur Verfügung. Das ZDF konnte hierfür noch kurzfristig die Slalom-Olympiasiegerin von 1998, Hilde Gerg, gewinnen. Die 30-Jährige hatte kürzlich wegen einer schweren Knieverletzung ihren Rücktritt erklärt. Insgesamt arbeiten während der Olympischen Winterspiele 560 Mitarbeiter für ARD und ZDF.

© SID

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