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„Quick Nick“ glaubt noch nicht an Sieg

Für den Platz ganz oben auf dem Treppchen ist Nick Heidfeld auch in Monteral wohl noch nicht schnell genug. Dennoch hat der BMW-Williams-Pilot sein großes Ziel nicht aus den Augen verloren.

dpa MÜNCHEN. Für den ersten Sieg ist "Quick Nick" noch nicht schnell genug. Dennoch hat Nick Heidfeld sein großes Ziel nicht aus den Augen verloren.

"Mein großer Traum ist es, Weltmeister zu werden", sagte der derzeit beste deutsche Formel-1-Pilot in München vor der Abreise zum Großen Preis von Kanada in Montreal. "Und ich bin an der WM näher dran als je zuvor." Trotz seiner jüngsten Erfolge mit zwei zweiten Plätzen in Monaco und auf dem Nürburgring hat der 28-jährige Mönchengladbacher den Blick für die Realität nicht verloren. "Die nächsten beiden Strecken in Montreal und Indianapolis sind ganz anders als Monaco und der Nürburgring", blickte der BMW-Williams-Fahrer mit gemischten Gefühlen auf die anstehenden Aufgabe. "Wir können nicht gewinnen - aber es wäre schön, wenn ich mich täusche."

Bei den kommenden Strecken in Kanada und den USA zähle eine gute Effizienz und Topspeed. "Da sehen wir nicht so gut aus", meinte er. Vor allem bei der Höchstgeschwindigkeit seines Rennwagens sieht "Quick Nick", der auf dem Nürburgring die erste Pole Position seiner Karriere erreichte, noch mächtigen Nachholbedarf. Bis zu einem echten Siegerauto benötige der BMW-Williams noch eine ganze Weile. "Wenn wir die Geschwindigkeit bei der Entwicklung beibehalten, dann könnte es Ende der Saison so weit sein. Momentan sind wir noch ein bisschen weg davon."

Drei Podiumsplätze in der noch jungen Saison, Platz vier in der Fahrerwertung nach sieben von 19 Rennen und weit vor Ralf Schumacher und Rekordweltmeister Michael Schumacher - trotz der beeindruckenden Bilanz seines Piloten hat Teamchef Frank Williams bislang jede Garantie für eine Weiterbeschäftigung Heidfelds bei BMW-Williams für die nächsten Saison verweigert. "Wir werden zur gegebenen Zeit überlegen, wie es 2006 weitergeht. Ich diskutiere nie über Verträge", hatte Williams jüngst der "Bild am Sonntag" gesagt.

Doch auch durch die fehlenden Zukunftsperspektiven lässt sich Heidfeld derzeit nicht aus der Ruhe bringen. "Ich kann auf meinen Vertrag nicht näher eingehen, aber ich habe eine gute Ausgangsposition." Der Wahl-Schweizer, der im August mit seiner Lebensgefährtin Patricia Papen das erste Kind erwartet, hat durch die Erfolge in Malaysia, Monaco und am Nürburgring viel Selbstvertrauen getankt. "Ich habe das erste Mal die Chance, in einem Topauto zu sitzen - und ich glaube, meine Leistungen sprechen für sich."

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