Radsport Deutschland-Tour
Ciolek siegt im Sprint - Voigt weiter in Gelb

Gerald Ciolek hat die sechste Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der T-Mobile-Profi setzte sich nach 175km von Längenfeld nach Kufstein im Sprint durch. Weiter im Gelben Trikot des Gesamtführenden bleibt Jens Voigt.

Dank Gerald Ciolek ist die Durststrecke des T-Mobile-Teams bei der Deutschland-Tour beendet. Der Kölner holte sich auf der sechsten Etappe über 175km von Längenfeld nach Kufstein im Massensprint überlegen den Sieg vor dem Italiener Danilo Napolitano und dem Spanier Jose Joaquin Rojas Gil und bescherte dem Bonner Team damit das erste Erfolgserlebnis. Unterdessen verteidigte Jens Voigt, der das Ziel im Hauptfeld erreichte, sein Gelbes Trikot des Gesamtersten erfolgreich.

Ciolek: "Sieg bei der Deutschland-Tour ist genial"

"Ein Sieg bei der Deutschland-Tour ist genial, es ist schließlich für mich in diesem Jahr eines der größten Rennen. Umso schöner, dass ich gewinnen konnte. Die Mannschaft hat den ganzen Tag für den Sieg hart gearbeitet und mich optimal in Position gebracht", sagte der Sprinter. Für Ciolek war es der zweite Etappensieg in der Deutschland-Tour-Geschichte. Im vergangenen Jahr hatte der 20-Jährige in Schweinfurt triumphiert.

Zabel, der in Offenburg noch gewonnen hatte, war diesmal chancenlos und kam nur auf Platz neun. Der Milram-Sprinter belegt damit auch weiter nur den zweiten Platz in der Sprintwertung hinter Rojas Gil.

Das österreichische Rad-Team Elk Haus Simplon darf unterdessen die Rundfahrt beenden. Das Hamburger Landgericht vertagte eine Entscheidung über den Einspruch der Organisatoren auf Montag, zwei Tage nach dem Ende der Deutschland-Tour. Die Organisatoren hatten das Team wenige Tage vor dem Auftakt in Saarbrücken ausgeladen, weil der zweitklassige Rennstall die Auflagen nicht erfüllt hatte. Das Team klagte sich per Einstweiliger Verfügung daraufhin ins Rennen ein, dagegen hatten die Veranstalter Einspruch eingelegt.

Hintergrund für die Ausladung war die Tatsache, dass die Mannschaft die vom Veranstalter geforderte Ehrenerklärung nicht fristgerecht unterschrieben hatte. "Es zeigt sich, dass das Team nur wenig professionell strukturiert ist", bemängelte Tour-Direktor Kai Rapp und ergänzte: "Wir nehmen die Entscheidung sportlich."

Fluchtversuch kurz vor dem Ziel beendet

Ungeachtet der Gerichtsentscheidung hatte sich auf der sechsten Etappe Elk-Haus-Fahrer Wolfgang Murer lange Zeit in Szene setzen können. Der Österreicher war gemeinsam mit dem Freiburger Paul Martens vom Team Skil-Shimano nach 28km ausgerissen und hatte zwischenzeitlich über acht Minuten Vorsprung herausgefahren. Doch auch diesmal war das Feld gnadenlos und vereitelte den Fluchtversuch neun Kilometer vor dem Ziel.

Überraschenden Besuch erhielt die Deutschland-Tour durch den Dänen Michael Rasmussen. Der 33-Jährige, der bei der Tour de France als Träger des Gelben Trikots ausgeschlossen worden war, befand sich auf der Durchreise zu seinem Wohnort am Gardasee. Um Rasmussen hatte es bei der Tour einen großen Skandal gegeben, nachdem bekannt geworden war, dass er falsche Angaben über seinen Aufenthaltsort im Training gemacht hatte.

Am Donnerstag beendet die Deutschland-Tour nach zwei Tagen ihr Gastspiel in Österreich. Auf dem Teilstück von Kufstein nach Regensburg über 192,2km wird nach 14,8km die Grenze zu Deutschland überschritten. Die Sprinter dürfen dabei auf eine Massenankunft hoffen. Das Terrain ist überwiegend flach, nur nach gut einem Drittel des Rennens ist ein Berg der dritten Kategorie zu bewältigen.

© SID

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