Radsport Doping
Doping-Manager Matschiner zeigt keine Reue

Ex-Manager Stefan Matschiner zeigt keine Reue für seine Weitergabe von Dopingmitteln. "Ich bereue nichts. Ich habe von keinem Athleten die Gesundheit gefährdet", so der 35-Jährige.

Der wegen Weitergabe von Dopingmittel und versuchten Blutdopings verurteilte Ex-Manager Stefan Matschiner zeigt für seine Taten keinerlei Reue. "Ich bereue nichts, denn ich habe von keinem Athleten die Gesundheit gefährdet", sagte der Österreicher der Zeitung New York Daily News. Matschiner kündigt zudem weitere Enthüllungen in seinem Buch an, das den Titel "Borderline" tragen und im Januar 2011 erscheinen soll.

Gegenüber der US-Zeitung beschrieb er, wie er beispielsweise Ex-Profi Bernhard Kohl mit Blutkonserven, die die Größe einer Zahnpastatube hatten, zu erstaunlichen Leistungen verhalf. "Es ist, als ob du zehn Prozent mehr in dir hast. Manche Athleten fühlen es gleich, aber für gewöhnlich fühlt man sich am ersten Tag noch schlecht. Doch dann kommt der Schub."

Nach Auffassung Matschiners ist Blutdoping viel gesünder als Doping mit Epo. "Man tut seinem Körper etwas Gutes. Niemand kann sich darüber beschweren", sagte der ehemalige Leichtathlet.

Matschiner von Contador nicht überrascht

Der 35-Jährige zeigte sich vom aktuellen Dopingfall Alberto Contador keinesfalls überrascht. "Clenbuterol ist weit verbreitet im Radsport. Es wird oral eingenommen", sagte Matschiner. Er denke, dass Contador einfach ein bisschen zu viel genommen habe, was auch den geringen Wert erkläre.

Matschiner war am Montag vom Wiener Straflandesgericht zu einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt, die für 14 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Strafe gilt angesichts Matschiners fünfwöchiger Untersuchungshaft bereits als verbüßt.

© SID

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