Radsport Doping
Dopingfahnder rauben Radprofis den Schlaf

Ausgeschlafene Idee der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada): Die Doping-Fahnder wollen bei der Tour de France 2011 verdächtige Fahrer sogar mitten in der Nacht kontrollieren.

Für die Radprofis könnte es bei der Tour de France im kommenden Jahr im wahrsten Sinne des Wortes ein böses Erwachen geben. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) am Donnerstag mitteilte, sollen die Doping-Fahnder bei der Frankreich-Rundfahrt 2011 bei verdächtigen Startern sogar mitten in der Nacht unangemeldete Kontrollen durchführen dürfen.

Die Wada hofft, mit einer neuen Strategie noch mehr Dopingsünder überführen zu können. Dazu gehört zum einen eine gestiegene Anzahl der Tests, und zum anderen müsste man zu geänderten Uhrzeiten kontrollieren, hieß es dazu im Wada-Statement. Dadurch verspreche man sich viel größere Chancen, verbotene Substanzen zu entdecken, deren Wirkung nur in einem kleinen Zeitfenster nachzuweisen sei.

Der Fall des vorläufig gesperrten Toursiegers Alberto Contador habe jedoch nichts mit der neuen Taktik zu tun, hieß es dazu ausdrücklich. Der Spanier war am zweiten Ruhetag der Tour in A- und B-Probe positiv auf Clenbuterol getestet worden. Contador hatte diese positiven Proben mit kontaminierten Lebensmitteln zu erklären versucht.

© SID

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