Radsport Doping
Landis strebt öffentliche Untersuchung an

Mit einer öffentlichen Untersuchung will Floyd Landis gegen seine drohende Sperre ankämpfen. Der bei der Tour de France des Dopings überführte US-Amerikaner beruft sich dabei auf ein zwei Jahre altes US-Gesetz.

Floyd Landis geht weiter gegen seine drohende Sperre vor. Der bei der Tour de France des Dopings überführte US-Amerikaner strebt eine öffentliche Untersuchung seines Falles an, wie sein Sprecher Michael Henson mitteilte. Zuvor war ein Antrag von Landis-Anwalt Howard Jacobs auf Einstellung des Verfahrens gegen den 30-Jährigen wegen seiner positiven Befunde vom 20. Juli zurückgewiesen worden.

Landis, der weiterhin seine Unschuld beteuert, und Jacobs stützen sich bei ihren Plänen für eine neuerliche Untersuchung des Falles auf ein seit 2004 gültiges US-Gesetz. Demnach haben Athleten in Dopingfällen die Chance auf ein weiteres Verfahren in der Öffentlichkeit statt hinter den verschlossenen Türen der zuständigen Gremien. Bislang hat noch kein Sportler von diesem Recht Gebrauch gemacht. "Wir wollen, dass alle beteiligten Stellen und ihre Vorgehensweisen öffentlich genauso untersucht werden wie Floyd vorher", sagte Jacobs: "Wir möchten erreichen, dass der gesamte Prozess der Entscheidungsfindung transparent gemacht wird."

Zweifel an Labor-Ergebnissen

Das Lager von Landis, der sich Ende September außerdem einer Hüftoperation unterziehen wird, begründet seine Position mit angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Analyse der Doping-Proben nach seinem Etappensieg bei der Tour in einem französischen Labor. Landis wies laut den Analyse-Ergebnissen nach seinem Erfolg auf der letzten Berg-Etappe der Frankreich-Rundfahrt extrem abnorme Testosteron-Werte auf.

© SID

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