Radsport Doping
UCI denkt im Fall Pellizotti über Einspruch nach

Der Radsport-Weltverband UCI will nach dem Doping-Freispruch für Franco Pellizotti möglicherweise Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.

Der Radsport-Weltverband UCI will nach dem Doping-Freispruch für den früheren Tour-Bergkönig Franco Pellizotti möglicherweise Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen. "Wir haben die Unterlagen aus Italien angefordert. Wenn wir das Urteil im Detail kennen, werden wir entscheiden, ob wir es akzeptieren oder vor den CAS gehen", sagte UCI-Sprecher Enrico Carpani.

Pellizotti war am Donnerstag vom Anti-Doping-Gericht des italienischen NOK Coni vom Dopingverdacht freigesprochen worden. Es lägen keine ausreichenden Beweise vor, um eine Manipulation nachzuweisen, hieß es in der offiziellen Urteilsbegründung.



Schwerer Rückschlag für den indirekten Dopingbeweis

Der Freispruch entbehrt nicht einer gewissen Brisanz, schließlich hatte die UCI den Italiener nicht auf Grundlage einer positiven Dopingprobe, sondern im Zuge von Unregelmäßigkeiten im Biologischen Pass suspendiert. Sollte das Urteil nun Bestand haben, wäre dies ein schwerer Rückschlag für den indirekten Dopingnachweis.

Pellizotti, der bereits Anfang Mai aus dem Verkehr gezogen worden war und deshalb alle großen Rundfahrten verpasst hatte, zog nach dem Urteil bereits mögliche Schadenersatzklagen in Betracht. 2009 hatte der 32-Jährige den zweiten Platz beim Giro belegt und die Bergwertung der Tour de France gewonnen.

© SID

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