Radsport Fernfahrt
Paris-Nizza bleibt in amerikanischer Hand

Floyd Landis ließ sich den Gesamtsieg der Fernfahrt Paris-Nizza nicht mehr nehmen. Der US-Amerikaner beerbt damit seinen Landsmann Bobby Julich. Sieger der Schlussetappe wurde Markus Zberg vom Team Gerolsteiner.

Der Tageserfolg der letzten Etappe der diesjährigen Fernfahrt Paris-Nizza ging an die Schweiz, der Gesamtsieg blieb in US-amerikanischer Hand. Markus Zberg vom Team Gerolsteiner hat die Schlussetappe von Paris-Nizza gewonnen und dem Rennstall aus der Eifel den fünften Saisonsieg beschert. Den Gesamtsieg bei der 64. Auflage der "Fahrt in die Sonne" sicherte sich Phonak-Profi Floyd Landis, der die Nachfolge seines US-Landsmannes Bobby Julich antrat.

Tom Boonen beendet Etappe vorzeitig

Der CSC-Profi hatte am Sonntag auf seinen Start bei der Schlussetappe verzichtet. Straßen-Weltmeister Tom Boonen stieg nach sechs der letzten 135km mit Start und Ziel in Nizza vom Rad. Der Belgier hatte insgesamt drei Etappen für das Quickstep-Team gewonnen.

Das letzte Teilstück mit drei Bergwertungen der ersten Kategorie entschied Zberg im Schlussspurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor dem Russen Jewgeni Petrow (Lampre) und Alberto Contandor (Liberty Seguros) aus Spanien für sich. "Ich bin überglücklich. Endlich, endlich hat es mal wieder gereicht für mich", sprudelte es aus dem Tagessieger förmlich heraus. Besonders stolz auf den Tagessieg war der Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer: "Markus hat heute gekämpft wie ein Löwe. Ich freue mich natürlich für Gerolsteiner, aber auch sehr für ihn. Markus hat so einen Erfolg dringend gebraucht."

Die Fernfahrt lief für die Gerolsteiner-Mannschaft bis dahin nicht sonderlich gut. Nur drei Fahrer erreichten das Mittelmeer. "Die Devise für unser Rest-Trio hieß durchhalten. Dass am Ende dabei noch ein Sieg heraussprang ist einfach super", sagte Holczer nach dem Triumph im Finale der ersten Protour-Veranstaltung der Saison. Der Teamchef lobte zudem Neuzugang Stefan Schumacher, der am Samstag beim Tagessieg des Russen Andrej Kachetschkin (Liberty Seguros) wegen Magenproblemen ausgestiegen war: "Stefan ist wirklich stark gefahren. Schade, dass er aufgeben musste."

Linus Gerdemann zeigt sein Können

Positiv fiel auch die Bilanz beim T-Mobile-Team, vor allem dank der Leistung von Linus Gerdemann, aus. Der Münsteraner zeigte bei der einwöchigen Fernfahrt, dass er mit der Weltklasse-Konkurrenz mithalten kann. Am Sonntag erreichte er 18 Sekunden hinter Zberg auf dem neunten Rang das Ziel. Zu dem Ausreißern hatte ursprünglich auch Marcus Burghardt gehört. Das Nachwuchstalent des Bonner Rennstalls konnte das Tempo aber nicht bis zum Ende mitgehen. "Linus hat sich hier gut gezeigt. Er wird immer stärker", befand Teamleiter Frans van Looy.

© SID

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