Radsport Protour
Tour-Sieger Contador kann sich neues Team suchen

Alberto Contador darf das Astana-Team vorzeitig verlassen. Die kasachische Equipe erhielt keine Protour-Lizenz, ein entsprechendes Statut erlaubt dem Tour-Sieger nun den Wechsel.

Für Tour-de-France-Sieger Alberto Contador scheint der Weg für einen Stallwechsel durch die anhaltenden Lizenzprobleme seines Astana-Teams frei. Nachdem die kasachische Mannschaft am Donnerstagabend nicht auf der vom Weltverband UCI veröffentlichten Liste der für 2010 mit einer Protour-Lizenz ausgestatteten Mannschaften stand, darf der Spanier den UCI-Regularien entsprechend trotz eines Vertrags bis 2010 das Team wechseln.

Contador hatte nach seinem zweiten Tour-Triumph mehrfach seinen Wunsch nach einem vorzeitigen Abschied von Astana geäußert. Zuletzt war der 26-Jährige immer wieder vor allem mit dem Quick-Step-Team in Verbindung gebracht worden.

Contador lässt Anwälte Vertragslage prüfen

Nach der UCI-Entscheidung beauftragte Contador seine Anwälte mit der Überprüfung seiner Vertragslage. "Bis wir die Expertenmeinung kennen, werde ich keine Entscheidung treffen. Aber ich hoffe, sobald wie möglich Näheres auch von den Experten der UCI zu hören, so dass ich eine Entscheidung treffen kann", sagte Contador.

Gründe für die Lizenzverweigerung für Astana, das nun wie auch das Team Sky, Caisse d'Epargne, Saxo Bank und Euskaltel Euskadi bis zum 20. November Auflagen der UCI erfüllen muss, nannte der Weltverband nicht. Allerdings plagten das Team des früheren Tour-Zweiten Andreas Klöden (Cottbus) schon in der ausklingenden Saison zum Teil erhebliche Finanzsorgen. Außerdem stellt die Wiedereinstellung von Dopingsünder Alexander Winokurow ein Hindernis für die Erteilung der Starterlaubnis bei den wichtigsten Rennen dar.

Von der momentan fehlenden Lizenz für Astana kann Contador profitieren. Sollte ein Team bis zum 20. Oktober noch keine Lizenz erhalten haben, darf ein Fahrer laut UCI-Statuten seinen Vertrag mit der betroffenen Mannschaft vorzeitig auflösen und muss auch keine Schadensersatzforderungen fürchten.

© SID

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