Radsport Rundfahrt
Mittelprächtiges Saisondebüt von Jan Ullrich

Bei seinem ersten Auftritt in dieser Saison ließ Jan Ullrich die physischen Reserven unangetastet . Mit 26 Sekunden Rückstand auf Sieger Paolo Savoldelli fuhr er beim Prolog der Romandie-Rundfahrt auf den 90. Platz.

Unspektakulär ist der erste Saisonauftritt von Deutschlands Radsport-Ikone Jan Ullrich verlaufen. Beim Prolog der 60. Romandie-Rundfahrt, einem 3,4km langen Zeitfahren in Genf, kam der T-Mobile-Kapitän am Dienstag in 4:53,48 Minuten mit rund 26 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Paolo Savoldelli aus Italien als Neunzigster ins Ziel.

Ullrich absolviert bei der anspruchsvollen Rundfahrt in der Westschweiz seinen ersten Härtetest im Jahr 2006, nachdem er seinen vor drei Wochen geplanten Saisoneinstieg bei der Sarthe-Rundfahrt wegen einer Reizung im rechten Knie hatte absagen müssen.

Zehn Wochen vor dem Beginn des härtesten Radrennens der Welt absolvierte Ullrich den Rundkurs sichtlich vorsichtig und zurückhaltend. "Ich bin glücklich, dass ich heil und schmerzfrei ins Ziel gekommen bin. Es war schwer, aber es hat Spaß gemacht´, sagte Ullrich. Für den früheren Zeitfahr-Weltmeister stehen die größten Hürden allerdings erst in den kommenden Tagen an.

Respekt, aber keine Angst

Ullrich sieht den Herausforderungen vergleichsweise gelassen entgegen: "Ich habe Respekt vor den nächsten Etappen, aber keine Angst. Ich brauche die Romandie-Rundfahrt als Vorbereitung für meinen Start beim Giro d´Italia." Dort will Ullrich ("Wenn es so weiter läuft, bin ich auf jeden Fall dabei.") ab dem 6. Mai drei Wochen lang den Großtest absolvieren.

Bei der Romandie-Rundfahrt sind nach dem "Sprint" zum Auftakt auf den verbleibenden fünf Etappen bis zum 30. April nicht weniger als zehn Bergwertungen, darunter sieben der ersten Kategorie, mit mehr als 7 000 Höhenmetern zu absolvieren. Deshalb will Ullrich auch einfach nur versuchen, "von Tag zu Tag ins Ziel zu kommen".

Immer wieder gab es zuletzt Spekulationen über mögliches Übergewicht und mangelnde Einstellung bei dem deutschen Radstar. Sein früherer Teamkollege Bjarne Riis, derzeit Chef beim CSC-Team, für das auch Ullrichs großer Tour-Kontrahent Ivan Basso (Spanien) startet, hatte die Form des 32-Jährigen nach einem kurzen Treffen sogar als "katastrophal" bezeichnet.

© SID

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