Radsport WM
Silber und Bronze zum Auftakt der Bahnrad-WM

Mit Silber und Bronze sind Deutschlands Bahnradasse in die WM in Palma de Mallorca gestartet. Medaillengarant Robert Bartko musste sich nach zwei WM-Titeln in Folge lediglich dem Briten Bradley Wiggins geschlagen geben.

Deutschlands Bahnradasse haben bei der WM in Palma de Mallorca einen ordentlichen Start erwischt. Der grippekranke Robert Bartko holte Silber, die wieder erstarkten Teamsprinter sicherten sich die Bronzemedaille. Zwar musste sich Bartko nach zwei WM-Titeln in Folge diesmal dem überragenden Briten Bradley Wiggins geschlagen geben, doch mit einer starken Erkältung und Fieber in den Knochen war für den Medaillengaranten aus Potsdam diesmal nicht mehr drin.

"Das war trotzdem ein großer Erfolg für mich. Ich hatte schon mit der Erkältung schwer zu kämpfen. Das soll aber keine Entschuldigung sein. Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist", meinte Bartko, nachdem er im Finale der 4 000-m-Einerverfolgung sogar von Wiggins eingeholt wurde. "Ich habe schnell gemerkt, dass ich heute keine Chance habe. Und da ich am Freitag noch im Vierer ran muss, zählt bei mir derzeit jedes Korn", so der Doppel-Olympiasieger von Sydney weiter.

Aber auch in bester Verfassung hätte Bartko gegen Wiggins wohl keine Chance gehabt. Bereits in der Qualifikation war der Olympiasieger aus Großbritannien in 4:15,976 Minuten die Radsport-Ewigkeit von knapp fünf Sekunden schneller als Bartko. "Seine Zeit zeigt uns, wo wir in Peking hin müssen. Ich bin froh, dass er uns die Zeit heute vorgesetzt hat und nicht erst in Peking. Da bleiben uns ja noch eineinhalb Jahre", sagte der dreifache Weltmeister und lobte den Briten in höchsten Tönen.

Enttäuschendes Comeback von Becke

Enttäuschend verlief dagegen das Comeback von Daniel Becke auf der Bahn nach vier Jahren. Der Erfurter kam nicht über den elften Platz hinaus. "Daniel weiß, dass er noch einiges zu tun hat", meinte Bundestrainer Uwe Freese. Platz drei holte der Spanier Sergi Escobar, der damit die erste Medaille für die Gastgeber einfuhr.

Die zweite Medaille nach Bartko gewannen die deutschen Teamsprinter, die sich im "kleinen Finale" in 44,240 Sekunden Bronze vor den Niederlanden (44,286) sicherten. Damit machten Robert Förstemann (Gera), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) die Enttäuschung von Bordeaux 2006 (Platz fünf) wieder wett und zeigten, dass im Hinblick Richtung Peking mit Olympiasieger Deutschland wieder zu rechnen ist. Den WM-Titel sicherten sich unterdessen die Franzosen (43,830) hauchdünn im Endlauf vor Großbritannien (43,832).

Erstes Gold im Omnium geht in die Tschechische Republik

Im neu geschaffenen Omnium, dem Mehrkampf aus fünf Disziplinen, war für den deutschen Vertreter Karl-Christian König nichts zu holen. Der Berliner belegte nach den Diszipinen 200-m-Sprint, Scratch, 3 000-m-Einerverfolgung, Punktefahren und 1 000-m-Zeitfahren den zwölften Gesamtplatz (45 Punkte). Gold ging zur Premiere an Alois Kankovsky (Tschechien/19) vor Walter Fernando Perez (Argentinien/28) und Charles Bradley Huff (Großbritannien/37).

"Mit der Ausbeute zum Auftakt können wir zufrieden sein. Das waren schon ansprechende Leistungen, auch wenn ich mir bei den Frauen etwas mehr ausgerechnet hatte", meinte BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer. So landeten Christin Muche (Cottbus) und Jane Gerisch (Berlin) im Frauen-Teamsprint, der ebenfalls neu im Programm ist, nur auf dem fünften Platz. Es siegte Großbritannien (33,631 Sekunden), das im Finale die Niederlande (33,974) besiegte. Das Rennen um Platz drei gewann Australien (33,810) vor Frankreich (34,644).

© SID

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