Rechtsanwälte sehen sich unter Zeitdruck
BVB droht erneut Ärger

Dem hoch verschuldeten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund droht juristischer und finanzieller Ärger.

HB DÜSSELDORF. Das Sanierungskonzept sei nur durch arglistige Täuschung tausender Kleinanleger zu Stande gekommen, behauptet ein Anwaltskonsortium, das mit einer Sammelklage und Strafanzeigen rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen eingeleitet hat.

Insgesamt 50 Anleger, die sich über einen Commerzbank-Fonds am Westfalenstadion beteiligten, hätten bereits Prospekthaftungsklagen in Auftrag gegeben, 14 davon seien bereits eingereicht, berichtete Rechtsanwalt Andre Tittel am Donnerstag in Düsseldorf. Mit weiteren Klagen sei zu rechnen. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag den Eingang der Strafanzeigen.

Die Kläger fühlen sich durch den Verkaufsprospekt der Commerzbank-Tochter getäuscht, weil darin die anhaltenden operativen Verluste des Fußballvereins verschwiegen worden seien. Stattdessen sei der Verein, der der einzige Mieter des Westfalenstadions war, als erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen dargestellt worden. Die Kläger wollen ihre Einlage zurück, plus der Unkosten und der entgangenen Gewinne.

Parallel stellte der Bremer Anwalt Jens-Peter Gieschen Strafantrag gegen die Verantwortlichen des Fonds und zweier anderer Commerzbank-Tochterunternehmen wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges. Die Fondsanleger seien auf der letzten Gesellschafterversammlung am 14. März in Düsseldorf bewusst über Haftungsrisiken in einer Gesamthöhe von 43 Millionen Euro getäuscht worden, behauptete der Anwalt. Nur so sei es den Beschuldigten gelungen, sich die Zustimmung der Gesellschafterversammlung für den Sanierungsplan des BVB zu erschleichen.

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