Ringen EM
Deutsche Ringerinnen holen drei EM-Medaillen

Die Ringerinnnen des DRB konnten bei der EM in Sofia drei Medaillen bejubeln. Maria Müller und Brigitte Wagner holten Bronze, Stefanie Stüber erkämpfte sich sogar die Goldmedaille.

Für die deutschen Ringerinnen hat sich die Reise zur EM in Sofia gelohnt. Die Athetinnen haben drei Medaillen geholt und damit die Erwartungen mehr als erfüllt. Nach dem dritten Platz zum EM-Auftakt am Dienstag durch die WM-Dritte Maria Müller (Altenburg/67kg) gewann Stefanie Stüber (Daxlanden/63kg) am Mittwoch die Goldmedaille, Ex-Weltmeisterin Brigitte Wagner (Hallbergmoos/48kg) sicherte sich Bronze. Dadurch standen die Sportlerinnen des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) wie im vergangenen Jahr dreimal auf dem Podest. "Diese Ergebnisse zum EM-Auftakt sind überwältigend", sagte DRB-Präsident Manfred Werner.

Besonders beeindruckend war der Siegeszug der letztjährigen EM-Zweiten Stüber in der Klasse bis 63kg. Die 24-Jährige, die im vergangenen Jahr Silber in der Kategorie bis 59kg gewonnen hatte, setzte sich zunächst gegen Ayoro Papavasilou (Griechenland), die mehrfache Welt- und Europameisterin Nikola Hartmann (Österreich) sowie Danna Wasilenko (Ukraine) durch, bevor sie im Finale auch die russische Titelverteidigerin Alena Kartaschowa bezwang.

Scheibe: "Eine Wahnsinnsleistung"

"Ich kann es kaum glauben. Damit habe ich nie gerechnet", sagte die überglückliche Europameisterin nach ihrem Triumph. "Was Stefanie gezeigt hat, war sensationell. Sie hat ein super Turnier gerungen, und das, nachdem sie eine Klasse aufgestiegen ist. Sie hat einfach cool gerungen, eine Wahnsinnsleistung", erklärte der begeisterte Bundestrainer Jürgen Scheibe.

Der Coach konnte sich auch über die Leistung von Wagner freuen, die sich im kleinen Finale trotz einer Verletzung an der Wange gegen die Polin Iwona Sadowska durchsetzte. Zuvor gewann die 23-Jährige gegen Cristina Croitoru (Rumänien) und Viktoria Sarközi (Ungarn), bevor sie sich im Halbfinale der Italienerin Francine de Paola geschlagen geben musste. "Brigitte hat eine starke Leistung gezeigt und ist wieder auf dem Weg zurück in die Weltspitze", sagte Scheibe.

Schätzle ohne Medaille

Während Stüber und Wagner jubeln konnten, erfüllten sich die Medaillenhoffnungen von Ex-Europameisterin Anita Schätzle (Metternich-Rübenach/72kg) nicht. Die 25-Jährige, die im Achtelfinale gegen die bulgarische Weltmeisterin Stanka Slatewa verlor, schaffte zwar über die Hoffnungsrunde den Einzug ins kleine Finale, unterlag dort aber gegen die Russin Gusel Manjurowa. Ohne Medaille blieben auch Christiane Knittel (Freiburg/55kg), Verena Weiß (Anger/59kg) und die letztjährige EM-Zweite Alexandra Engelhardt (Ludwigshafen/51kg).

Am Donnerstag starten die Wettkämpfe der Männer im griechisch-römischen Stil. Zum Abschluss der EM, vor deren Start die DRB-Spitze eine Medaille in jeder Stilart als Ziel ausgegeben hatte, stehen am Samstag und Sonntag die Wettkämpfe der Männer im Freistil auf dem Programm.

© SID

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