Ringen EM
Ringer gehen am zweiten EM-Tag leer aus

Die deutschen Freistil-Ringer Stefan Kehrer, Andrej Schiika und Samet Dülger haben am zweiten Tag der EM weder eine Medaille noch einen weiteren Olympia-Startplatz geholt.

Ohne Erfolgserlebnis endete für die deutschen Freistil-Ringer der zweite Wettkampftag bei den Europameisterschaften in Tampere/Finnland. Die drei an den Start gegangenen Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) scheiterten allesamt vorzeitig. Damit bleibt der DRB auch nach dem zweiten Tag ohne weiteren Olympia-Startplatz.

Am besten zog sich der deutsche Meister Andrej Schiika (KSV Köllerbach/74kg) aus der Affäre. Der 27-Jährige setzte sich gegen Carlos Dominguez (Spanien) und Alexander Burca (Moldawien) durch, unterlag aber im Viertelfinale dem WM-Dritten Schamsulwara Schamsulwarejew (Aserbaidschan). Da Schamsulwarejew anschließend selbst scheiterte, blieb Schiika die Hoffnungsrunde verwehrt.

Dülger unterliegt Pais und Bucur

Der 19 Jahre alte Samet Dülger (KSK Neuss/60kg) verlor seinen ersten Kampf gegen Didier Pais aus Frankreich, profitierte aber anschließend vom Final-Einzug des Franzosen, der dem deutschen Meister die Teilnahme an der Hoffnungsrunde ermöglichte. Dort unterlag Dülger allerdings dem Rumänen George Bucur.

Keine Chance auf die Hoffnungsrunde hatte der dreimalige deutsche Meister Stefan Kehrer (KSV Ketsch/96kg) nach seiner Auftakt-Niederlage gegen den Rumänen Mihai Stoja. Die Pleite hat aber keine Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, da sich der EM-Dritte von 2006 bereits bei der WM 2007 einen Olympia-Startplatz sichern konnte. Bei der EM geht das Olympia-Ticket in jeder der 18 olympischen Gewichtsklassen an den bestplatzierten Ringer aus einem Land, das sich bei der zurückliegenden WM noch keinen Startplatz sichern konnte.

Beim EM-Auftakt am Dienstag hatte David Bichinaschwili (VfK Schifferstadt 07/84kg) die Bronzemedaille gewonnen. Der gebürtige Georgier hatte sich aber wie Kehrer bereits zuvor für Olympia qualifiziert.

Hoffnung liegt nun auf Frauen

"Das Team war besser, als die Ergebnisse aussagen. Vor allem die jungen Athleten haben sich gut verkauft. Von Stefan Kehrer hatte ich mir nach seinen guten Trainingsleistungen mehr erhofft. Nun ruht unsere Hoffnung auf den Olympia-Qualifikationsturnieren Mitte April und Anfang Mai", erklärte Bundestrainer Jörg Helmdach nach Abschluss der Freistil-Wettbewerbe.

Die Titelkämpfe, bei denen Wasil Fedorischin (Ukraine/60 kg), Mahasch Murtasalijew (Russland/74kg) und Giorgi Gogschelidse (Georgien/96kg) am Mittwoch die Goldmedaillen gewannen, werden am Donnerstag mit den Frauen-Wettkämpfen in den nicht-olympischen Klassen fortgesetzt. Dabei ruhen die Hoffnungen des DRB auf Ex-Weltmeisterin Brigitte Wagner (SV Hallbergmoos/51kg), Natscha Ballas (AC Ückerath/59kg) und Kristin Büttner (TuS Jena/67kg).

© SID

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