Ringen EM
Ringer-Präsident zieht positives EM-Fazit

Sehr erfreut ist DRB-Präsident Manfred Werner über die deutsche Medaillenausbeute bei der Ringer-EM in Moskau. Am Schlusstag kann Freistil-Ringer David Bichinaschwili sogar noch für die fünfte Plakette sorgen.

"Vier Medaillen geholt - das ist doch wirklich eine Bombengeschichte", zeigte sich DRB-Präsident Manfred Werner gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid) nach dem Ende der Ringer-Europameisterschaften in Moskau zufrieden. Der seit November 2005 im Amt befindliche "Boss" des Deutschen Ringer-Bundes konnte in der Tat mit dem Abschneiden seiner Schützlinge zufrieden sein, denn schließlich hatte er im Vorfeld der ersten internationalen Großveranstaltung unter seiner Regie drei Podestplätze als Ziel ausgegeben.

Dabei hatte es Werner allerdings wie bereits in den vergangenen Jahren vor allem den Frauen zu verdanken, dass sein Verband mit Medaillen im Gepäck die Rückreise antreten konnte. Alexandra Engelhardt (Ückerath/51 kg) und Stefanie Stüber (Daxlanden/59 kg) holten Silber, Titelverteidigerin Anita Schätzle (Schifferstadt/72 kg) gewann immerhin Bronze.

Freude über Frauen

"Für die Frauen war es wirklich eine tolle EM. Dabei war noch mehr drin, denn Engelhardt und Stüber wurden in den Finals unter Wert geschlagen. Schätzle wollte zwar ihren Titel verteidigen, wurde aber früh mit einer Niederlage erwischt. Das kann passieren und dann hat sie sich ganz souverän zu Bronze gerungen", kommentierte Werner das erfreuliche Abschneiden der Frauen.

Neben den Frauen sorgte EM-Neuling Stefan Kehrer (Ketsch/96 kg) mit seinem dritten Platz im Freistil für das Highligt aus deutscher Sicht. "Diese Medaille war eine große Freude. Schließlich war der Freistil-Bereich zuletzt unser Sorgendkind. Ich hoffe, die Medaille sorgt für einen Aufschwung", sagte Werner und plädierte für eine verstärkte Arbeit mit jungen Athleten: "Wir haben mit Jörg Helmdach und Alexander Leipold ein gutes Trainergespann, das auf die Jungen setzt. Man muss ihnen die Chance und die Zeit geben, denn die Jungen enttäuschen nicht, die wollen."

Medaillen-Chance für Bichinaschwili

Am Schlusstag verpasste Freistil-Ringer David Bichinaschwili vom VfK Schifferstadt die fünfte deutsche Medaille. In der Klasse bis 84 kg erreichte der 31-Jährige zwar das "kleine Finale", nachdem er zuvor unter anderem den aktuellen Weltmeister Rewas Mindoraschwili aus Georgien in der Hoffnungsrunde ausgeschaltet hatte. Im Kampf um Broze unterlag Bichinaschwili allerdings dem Ukrainer Taras Danko.

Bei aller Freude über die Leistungen der Frauen und des erst 21 Jahre alten Kehrer übte Werner deutliche Kritik am Abschneiden des griechisch-römischen Teams, das ohne Medaille nach Hause fahren musste. "Die Leistungen waren nicht zufriedenstellend", meinte der DRB-Boss. Für den einzigen Lichtblick in der Mannschaft von Trainer Günter Reichelt sorgte in Bernhard Mayr (Trostberg/84 kg) ebenfalls ein Neuling, der erst im Kampf um Bronze scheiterte.

Optimismus vor WM in China

Allerdings muss dem Klassiker-Team zu Gute gehalten werden, dass es schon im Vorfeld der EM entscheidend geschwächt wurde. Ausgerechnet in der aussichtsreichsten Klasse bis 74 kg war kein Deutscher am Start, da der frühere Junioren-Weltmeister Max Schwindt, der letztjährige WM-Dritte Konstantin Schneider und der EM-Dritte Adam Juretzko wegen Verletzungen oder Erkrankungen absagen mussten.

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften Ende September in China zeigte sich Werner auf Grund der Leistungen in Moskau insgesamt zuversichtlich und gelassen: "Dort werden die Karten neu gemischt. Wir werden jetzt mit großer Sorgfalt und Ruhe weiterarbeiten."

© SID

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