Ringen EM
Zweimal EM-Silber für deutsche Ringerinnen

Zwei Silbermedaillen durfte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) zum Auftakt der Frauen-Europameisterschaft in Moskau bejubeln. Alexandra Engelhardt und Stefanie Stüber verloren jeweils erst im Finale.

Gleich zu Beginn der Europameisterschaften in Moskau haben die deutschen Ringerinnen groß aufgetrumpft. Alexandra Engelhardt vom AC Ückerath und Stefanie Stüber vom ASV Daxlanden gewannen in ihren Gewichtsklassen die Silbermedaille und bescherten dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) damit einen gelungenen Start in die Wettkämpfe.

"Das war ein toller Auftakt für uns, der ein Ansporn für den Rest der Mannschaft sein sollte", erklärte der seit November 2005 im Amt befindliche DRB-Präsident Manfred Werner. Für den Ringer-Boss ist die EM die erste internationale Großveranstaltung unter seiner Regie.

In der Klasse bis 51kg setzte sich Engelhardt zunächst in der Qualifikationsrunde mit einem Schultersieg gegen die letztjährige EM-Dritte Natalie Smirnowa aus Russland durch. Anschließend gewann die 23-Jährige auch gegen die Polin Marta Podedworna vorzeitig. Im Halbfinale behielt die deutsche Vize-Meisterin gegen die Spanierin Maria Del Mar Serrano die Oberhand, wurde allerdings im Finale von Vize-Weltmeisterin Vanessa Boubryem aus Frankreich auf die Schultern gezwungen.

"Die Niederlage im letzten Kampf ist natürlich enttäuschend. Aber ich wollte eine Medaille gewinnen, und dieses Ziel habe ich erreicht", meinte Engelhardt. Mit dem Medaillengewinn hat sie ihre umstrittene Nominierung gerechtfertigt. Bundestrainer Jürgen Scheibe hatte Engelhardt der Ex-Weltmeisterin Brigitte Wagner vorgezogen, obwohl Wagner im Finale der deutschen Meisterschaften Anfang April die Oberhand behalten hatte.

Noch heiße Eisen im Feuer

Unumstritten war die Nominierung von Stüber. Die deutsche Meisterin setzte sich in der Kategorie bis 59kg in der Qualifikation gegen die letztjährige Vize-Europameisterin Marianna Sastin aus Ungarn durch, bezwang dann die Polin Anna Zwrydowska und ließ im Halbfinale Seba Jiminez-Valderama (Spanien) keine Chance. Im Finale musste die 23-Jährige eine Schulterniederlage gegen die frühere Junioren-Weltmeisterin Lijubow Wolossawa aus Russland hinnehmen. "Schade, dass es nicht zu Gold gereicht hat. Aber Silber ist auch toll", sagte Stüber.

Die Wettkämpfe werden am Mittwoch mit den ausstehenden vier Gewichtsklassen bei den Frauen fortgesetzt. Dabei will Anita Schätzle (Schifferstadt/72 kg) ihren Titel verteidigen. Auch in den weiteren drei Kategorien gelten die deutschen Starterinnen als Medaillenkandidatinnen. "Unser Ziel waren zwei Medaillen, die haben wir bereits - und es kann noch besser werden. Wir haben mit Anita Schätzle schließlich eine Titelverteidigerin am Start und auch die anderen Mädchen sind nicht chancenlos", erklärte Scheibe.

© SID

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