Rodeln Weltcup
Abschiedstour von Otto beginnt in Turin

Auf der Olympia-Bahn von Turin beginnt am Samstag der Rodel-Weltcup. Für die zweimalige Olympiasiegerin Sylke Otto ist die Veranstaltung zugleich die erste Station auf ihrer Abschiedstour.

Die Ära Georg Hackl ist bereits vorbei und auch die zweimalige Olympiasiegerin Sylke Otto geht auf Abschiedstour. Im deutschen Rodel-Team ist der personelle Umbruch mit Blick auf Vancouver 2010 bereits in vollem Gange. Mehrere Youngster haben den Sprung ins Aufgebot für den am Samstag auf der Olympiabahn von Turin beginnenden Weltcup geschafft. Routinier Denis Geppert (30) und die zweimalige Olympiazweite Barbara Niedernhuber (32) stellten die Schlitten dagegen in die Ecke.

"Die Jungen sollen eine Chance erhalten, wir denken im olympischen Vier-Jahres-Rhythmus", sagt Thomas Schwab. Der Chefbundestrainer führte extra das Rotationsprinzip ein, um möglichst viele Athleten an den Start zu bringen. Für weiteren Talente-Nachschub soll auch der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl sorgen, der laut Sportdirektor Stefan Krauß als Trainer an der "Nahtstelle zwischen Nachwuchs und Weltspitze" eingesetzt ist. Als ZDF-Experte wird Hackl zudem seine Nachfolger kritisch beäugen.

Karriere-Ende nach dem Winter

Unumstrittener Star im Team ist die 37-jährige Sylke Otto. Die mit zwei olympischen Goldmedaillen und vier WM-Titeln erfolgreichste Rodlerin aller Zeiten beendet nach diesem Winter definitiv ihre Karriere. In den kommenden Monaten will die Rekordsiegerin (37 Weltcup-Siege) deshalb "jeden Wettkampf richtig genießen".

Ottos Ziel für die WM in Innsbruck-Igls Anfang Februar ist klar: "Ich will noch einmal Weltmeisterin werden, deshalb nehme ich die Strapazen auf mich." Im Mai ließ sich die Oberwiesenthalerin an der Schulter operieren und ist jetzt "so locker drauf wie noch nie". Weltcup-Titelverteidigerin und Hauptrivalin Silke Kraushaar-Pielach (36 Jahre) plant noch bis zur WM 2008 auf ihrer Heimbahn in Oberhof. Vor allem dank ihr und Otto sind die deutschen Frauen seit November 1997 in 64 Weltcup-Rennen ungeschlagen.

Talente stehen bereits Schlange

Spätestens nach dem Abgang der beiden Olympiasiegerinnen sollen dann auch Athletinnen wie Natalie Geisenberger und Corinna Martini bereit für Spitzenplätze sein. Neue Namen wie Felix Loch oder Johannes Ludwig gibt es schon jetzt reichlich im insgesamt 22-köpfigen Aufgebot. Der Weg zu regelmäßigen Podestplätzen ist für die Talente aufgrund der noch fehlenden Erfahrung auf den Bahnen im Ausland aber noch lang.

Eine Bank für herausragende Ergebnisse im bevorstehenden Winter dürften die routinierten Doppelsitzer sein. Hauptgegner von Patric Leitner/Alexander Resch, Olympiasieger von 2002 und Weltcup-Titelverteidiger, und den Olympiazweiten Andre Florschütz/Torsten Wustlich werden die Olympiasieger Wolfgang und Andreas Linger aus Österreich sein.

Zöggeler jagt Hackls Rekord

Der zweimalige Olympiasieger Armin Zöggeler aus Italien, der Vancouver 2010 als "kleines Ziel" bezeichnet, möchte derweil möglichst rasch eine Hackl-Bestmarke erreichen. "Ich denke zwar nicht dauernd an den Rekord, aber ich möchte hin zu den 33 Weltcup-Siegen von Hackl", so der Südtiroler. Er hat momentan 30 Erfolge in der Bilanz.

© SID

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