Rodeln Weltcup
Geisenberger schnappt Hüfner den Sieg weg

Natalie Geisenberger hat sich in Winterberg mit Bahnrekord ihren ersten Sieg im Weltcup gesichert und damit die Siegesserie von Weltmeisterin Tatjana Hüfner beendet.

Die "ewige Zweite" Natalie Geisenberger hat mit ihrem ersten Sieg im Rodel-Weltcup den Jubiläumserfolg der "Eisernen Lady" Tatjana Hüfner verhindert. Außerdem schnappte in Winterberg der Italiener Armin Zöggeler dem zweimaligen Weltmeister David Möller den ersten Saisonsieg vor der Nase weg, die bisher enttäuschenden Doppelsitzer Patric Leitner/Alexander Resch durften als Dritte erstmals auf das Podest.

"Natürlich bin ich sehr glücklich über meinen ersten Weltcup-Sieg. Aber es war nicht mein Ziel, Tatjanas Serie zu brechen - ich gönne ihr jeden Sieg", sagte Vizeweltmeisterin Geisenberger: "Georg Hackl hat mir vor dem Rennen die Prinzipien dieser Bahn erklärt, vielleicht waren das die entscheidenden Tipps."

Hüfner verpasst zehnten Erfolg in Folge

Beim ersten deutschen Vierfach-Triumph des Winters verhinderte die 20-Jährige vom RRT Miesbach so den zehnten Erfolg in Folge der scheinbar mit Drahtseil-Nerven ausgestatteten Weltmeisterin, an der sie schon oft gescheitert war.

Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Hüfner, zuletzt am 16. November 2007 im Weltcup geschlagen, meinte: "Mein erster Lauf war einfach schlecht. Klar hatte ich die Serie im Kopf - jeder nervt mich doch hier damit."

Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) und Corinna Martini (Winterberg) folgten auf den Rängen drei sowie vier. Die Ukrainerin Natalja Jakuschenko, die vor einer Woche in Sigulda fast die deutsche Serie (nun 84 Rennen seit November 1997) beendet hätte, musste sich mit Platz fünf begnügen.

Möller verliert Gesamtführung an Zöggeler

Das deutsche Männer-Quartett stoppte beim ersten Heimspiel des Winters nur der zweimalige Olympiasieger Zöggeler mit seinem insgesamt 41. Erfolg. Der Südtiroler raste im zweiten Lauf zum Bahnrekord und fing den bis dahin führenden Möller (Schalkau) noch um 0,022 Sekunden ab. Die Thüringer Johannes Ludwig, Jan Eichhorn und Andi Langenhahn folgten auf den Plätzen drei bis fünf.

"Ich habe im ersten Lauf einen Fehler gemacht, der hat viel Zeit gekostet. Im zweiten Durchgang habe ich nochmals angegriffen, und da haben sich auch kleine Fehler eingeschlichen. Das darf man sich gegen einen Zöggeler nicht erlauben", sagte Möller. Der 26-Jährige aus Schalkau hatte trotz seines Missgeschicks im ersten Lauf einen Bahnrekord aufgestellt.

Leitner/Resch erstmals auf dem Podest

Mit dem zweiten Platz verlor Möller zudem die Führung im Gesamtweltcup an Zöggeler. "Ich habe natürlich eher gehofft, hier beim Heimrennen meinen Vorsprung auszubauen. So ist das ärgerlich", meinte er. Im neuen Jahr bekommt das deutsche Team durch den derzeit verletzten Weltmeister Felix Loch noch Verstärkung. Der Youngster plant sein Comeback nach der schweren Schulterverletzung für den nächsten Weltcup am 4. Januar auf der Hausbahn in Königssee.

Zumindest einen Aufwärtstrend zeigten Leitner/Resch als Dritte. Die Olympiasieger von 2002 lagen am Ende 0,404 Sekunden hinter den siegreichen Italienern Christian Oberstolz/Patrick Gruber, die auch im Viessmann-Gesamtweltcup führen. Platz zwei ging an Markus und Tobias Schiegl (Österreich), die Vizeweltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt fuhren auf Platz vier.

Staffel gewinnt klar vor Österreich

Zudem gewann die deutsche Staffel das abschließende Staffelrennen klar vor Österreich. David Möller (Schalkau) und Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) jeweils mit der Bestzeit sowie das Doppel Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) waren 0,277 Sekunden schneller als das Quartett aus Österreich. Die USA belegten Rang drei. Nach zwei von vier Staffel-Wettbewerben führen Deutschland und Österreich mit 185 Punkten die Gesamtwertung gemeinsam an.

© SID

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