Rodeln Weltcup
Rodel-Asse peilen Titel-Hattrick an

Heute beginnt im lettischen Sigulda das Weltcup-Finale im Rodeln. Dabei peilen die deutschen Akteure um Silke Kraushaar-Pielach und Co. den Titel-Hattrick an.

Mit dem Blick auf den Titel-Hattrick starten die deutschen Rodel-Asse heute in Sigulda (Lettland) ins Weltcup-Finale. Zudem wollen sich die BSD-Akteure erstmals seit 1984 in allen drei Konkurrenzen die Saisonwertung sichern. Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) und Silke Kraushaar-Pielach (Oberhof) machen den Titel unter sich aus, bei den Männern trennen Spitzenreiter Armin Zöggeler (Italien) und David Möller (Schalkau) lediglich 15 Punkte.

Bei den Doppelsitzern ist die Entscheidung schon fast zugunsten von Patric Leitner und Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) gefallen. Die fünfmaligen Gesamtweltcup-Sieger liegen vor den letzten beiden Rennen 105 Punkte vor den Italienern Christian Oberstolz/Patrik Gruber. "Diese Bahn mögen wir zwar so sehr wie eine Kombination aus Windpocken und Heuschnupfen, aber den Titel lassen wir uns nicht mehr nehmen", sagten Leitner/Resch.

Für ihren ersten Triumph im Gesamtweltcup muss Tatjana Hüfner in beiden Rennen mindestens Zweite werden, falls Kraushaar-Pielach jeweils siegt. Beide Rodlerinnen trennen lediglich 41 Punkte und an ein Ende der seit 79 Rennen anhaltenden Siegesserie glaubt man im deutschen Team ohnehin nicht ernsthaft.

Otto: "Ich will noch ein Rennen gewinnen"

Vielmehr strebt Kraushaar-Pielach in den letzten Rennen ihrer erfolgreichen Karriere nicht nur nach dem sechsten Gesamtweltcup, sondern auch nach dem Rekord ihrer langjährigen Konkurrentin Sylke Otto. "Ich will noch ein Rennen gewinnen und ihre Bestmarke knacken", sagte die 37-Jährige. Die Nagano-Olympiasiegerin weist 36 Weltcupsiege auf, Otto einen mehr.

Das knappste Finale fahren die Männer aus, wo der fünfmalige Weltmeister Zöggeler gerade einmal 15 Zähler Vorsprung auf Möller hat. Allerdings hat Zöggeler bereits siebenmal in Sigulda gewonnen, Möller weist nur zwei vierte Plätze auf. "Ich habe eigentlich keine Chance, aber die will ich nutzen", erklärte Möller. Zöggeler könne nur noch alles verlieren, er aber könne alles gewinnen.

Unterdessen verzichtet das kanadische Team komplett auf das Weltcup-Finale. Die Mannschaft des deutschen Cheftrainers Wolfgang Staudinger reiste bereits in die Heimat zurück und wird in zwei Wochen die ersten Testfahrten auf der Olympiabahn 2010 in Whistler absolvieren.

© SID

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