Rodeln Weltcup
Rodler Felix Loch fehlt verletzt zum Saisonauftakt

Beim Saisonauftakt der Rodler in österreichischen Igls muss Weltmeister Felix Loch verletzt passen. Der 19-jährige Berchtesgardener droht sogar bis zum Ende des Jahres auszufallen.

Hiobsbotschaft für die deutschen Rodler: Jungstar Felix Loch muss seinen Start beim Weltcup-Auftakt am Sonntag in Igls wegen einer Schulterverletzung absagen und fällt wahrscheinlich bis Ende des Jahres aus. Der Weltmeister, den ein doppelter Bänderriss in der linken Schulter plagt, reiste bereits zurück ins heimatliche Schönau am Königssee. "Die Schmerzen sind so groß, dass ich den Arm unter Belastung nicht bewegen kann. Ich kann nicht mal trainieren und sitze jetzt nur doof rum", sagte der 19-Jährige.

Loch kann Gesamtweltcup bereits abhaken

Der Sohn von Cheftrainer Norbert Loch kann somit ein Ziel für diese Saison, den Gewinn des Gesamtweltcups, bereits abhaken. Auch beim zweiten Rennen in Sigulda eine Woche später wird er nämlich fehlen, ein Start beim dann folgenden Wettbewerb in Winterberg ist ebenfalls fraglich.

"Ich werde nichts überstürzen und lieber ein wenig später wieder Vollgas geben", sagt Felix Loch und ärgert sich: "Dabei war ich abgesehen von den Starts ordentlich in Schwung, auch der Schlitten lief im Training gut. Aber es hat keinen Zweck, ich kann am Start nicht richtig durchziehen." Wahrscheinlich kann er erst Anfang Januar in Königssee wieder antreten.

Bänderriss in der Schulter beim Trainingsunfall zugezogen

Am Montag wird der zweimalige Junioren-Weltmeister noch einmal gründlich von Teamarzt Jochen Wagner untersucht. "Dann werden wir das weitere Vorgehen besprechen", so Loch. Die bisherigen Untersuchungen hätten zumindest ergeben, dass außer dem doppelten Bänderriss in der für Rodler enorm wichtigen Schulter nichts kaputt ist. Die Verletzung hatte er bei einem Sturz bei Testrennen auf der Olympiapiste von Vancouver 2010 in Whistler erlitten.

Norbert Loch nominierte zunächst für die zweite Station des Viessmann-Weltcups den Oberhofer Robert Eschrich nach. "Wenn Felix sagt, dass es nicht geht, dann muss es schon sehr schlimm sein", meinte der besorgte Vater: "Wir hoffen, dass er im dritten Rennen in Winterberg wieder dabei ist."

WM in Lake Placid ist das Hauptziel

Für den bisherigen Nachwuchs-Bundestrainer wird in seiner Premiere-Saison ausgerechnet der eigene Sohn zum Sorgenkind. Noch bleibt der Nachfolger des nach 13 Jahren zum Sportdirektor beförderten "Goldschmieds" Thomas Schwab aber insgesamt gelassen: "Nervös bin ich nicht. Dieser Job ist eine große Herausforderung."

Die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf dem zweimaligen Weltmeister David Möller (Schalkau). Loch senior weiß, dass bis zur WM in Lake Placid Anfang Februar und der dann folgenden Olympia-Generalprobe in Whistler noch Zeit ist. Er verfällt jedenfalls nicht in Hektik.

Rodlerinnen mit unglaublicher Siegesserie

Gelassen kann der neue Boss auch dank der Frauen bleiben: Seit dem Erfolg der Österreicherin Andrea Tagwerker im November 1997 sind diese ungeschlagen. "Irgendwann reißt natürlich jede Serie einmal, aber ich hoffe, dass unsere noch ein wenig hält", meinte Weltmeisterin Tatjana Hüfner. 81 Siege in Folge feierten die Frauen, auch der Rücktritt der fünffachen Gesamtweltcup-Siegerin Silke Kraushaar-Pielach dürfte an dieser Vormachtstellung nichts ändern.

© SID

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