Rudern International
Deutscher Achter in Amsterdam nur Weltcup-Vierter

Die Bilanz des Weltcups in Amsterdam fiel für den DRV, rund zwei Monate vor der WM in München, mager aus. Aus neun Finalteilnahmen sprangen nur drei Medaillen heraus, der deutsche Achter wurde sogar nur Vierter.

Knapp zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in München ist der Deutschland-Achter noch weit von seiner Top-Form entfernt. Das Flagschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam als Weltmeister auf der Bosbaan hinter Großbritannien, China und Großbritannien II nicht über einen enttäuschenden vierten Rang hinaus.

"Wir sind noch nicht so stabil wie bei der WM im vergangenen Jahr", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der den verletzten Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) durch Thorsten Engelmann (Berlin) ersetzen musste.

Seine gute Form konnte unterdessen Vizeweltmeister Marcel Hacker beim zweiten Weltcup der Saison mit Platz drei im Einer-Finale bestätigen. Der Frankfurter musste sich in 6:43,97 Minuten in einem hochklassigen Feld nur dem tschechischen Weltcup-Führenden Ondrej Synek (6:40,60) und dem norwegischen Olympiasieger Olaf Tufte (6:41,64) geschlagen geben. "Bei diesem Top-Feld bin ich mit dieser Platzierung zufrieden. Das Hauptziel der Saison bleibt die WM in München", meinte der 30-jährige Hacker.

Der deutsche Frauen-Achter landete als Vizeweltmeister in 6:14,98 Minuten auf Platz zwei rund eine Länge hinter den Niederlanden (6:12,76). Dritter wurde in einem spannenden Finale der WM-Vierte China (6:15,64).

Nur drei Medaillen aus neun Finalteilnahmen

Insgesamt kam der DRV bei neun Finalteilnahmen in den 14 olympischen Klassen lediglich zu drei Medaillen und verpasste einen Sieg. "Wir haben noch nicht die notwendige Stabilität. Die Anzahl der Finalteilnahmen war in Ordnung, die Zahl der Medaillen nicht. Daran müssen wir noch arbeiten", erklärte Sportdirektor Michael Müller angesichts der insgesamt mageren Bilanz. Vier Klassen hatte der DRV in Amsterdam allerdings überhaupt nicht besetzt.

Neben dem Frauen-Achter und Hacker sorgte der Doppelvierer der Frauen um die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) mit dem dritten Rang für einen Podestplatz.

Die WM-Fünften im Zweier ohne Steuermann Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) mussten sich hingegen mit Platz sechs begnügen, während die WM-Dritten Nicole Zimmermann/Elke Hipler (Rostock/Hannover) im Zweier ohne Steuerfrau Fünfte wurden. In den nicht-olympischen Klassen gab es für den DRV einen Sieg durch den Leichtgewichts-Achter der Männer.

Die Generalprobe vor der WM in München (26. August bis 2. September) steht für die Ruderer beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee in Luzern (13. bis 15. Juli) an.

© SID

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