Rudern International
DRV kann in Ottensheim acht Medaillen feiern

Die deutschen Ruderer haben sich zum Weltcup-Auftakt in Ottensheim bereits in guter Verfassung gezeigt. Für den DRV sprangen aus elf Finalteilnahmen acht Podiumsplätze heraus. Der Frauen-Achter holte sogar Gold.

Die Ausbeute des Deutschen Ruderverbandes (DRV) beim Weltcup-Auftakt im österreichischen Ottensheim kann sich sehen lassen. Besonders Vizeweltmeister Marcel Hacker hat sich rund drei Monate vor der Heim-WM in München (26. August bis 2. September) durch den dritten Rang im Einer in einer ansprechenden Frühform präsentiert. Den einzigen Sieg des DRV fuhr der Frauen-Achter um Schlagfrau Elke Hippler (Hannover) heraus.

Der Frankfurter Hacker musste sich im Starterfeld mit nahezu der kompletten Welt-Elite lediglich dem tschechischen WM-Dritten Ondrej Synek sowie dem Briten Alan Campbell geschlagen geben. "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Saison ist noch früh, da stehe ich mit einem Podestplatz voll im Soll", sagte Hacker.

Hacker unzufrieden mit Rennverlauf

Der 30-Jährige haderte allerdings mit dem Rennverlauf: "Ich habe mir die Taktik der anderen aufdrängen lassen." Statt wie geplant erst sehr spät den Endspurt anzuziehen, sei er dem späteren Sieger Synek zu schnell gefolgt. "Da habe ich etwas überzogen."

Unterdessen gelang dem Frauen-Achter ein souveräner Start-Ziel-Sieg vor Großbritannien und den Niederlanden. "Wie sie die Angriffe der anderen Boote zum Ende abgewehrt haben, war herausragend", lobte DRV-Sportdirektor Michael Müller die Vizeweltmeisterinnen.

Insgesamt sammelte der DRV beim Weltcup-Auftakt acht Podestplätze bei elf Finalteilnahmen in den 14 olympischen Bootsklassen. "Diese Ausbeute lässt uns zuversichtlich in Richtung WM schauen", sagte Müller.

Urban/Penker dank optimaler Renntaktik Dritter

Eine optimale Renntaktik verhalf Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) im Zweier ohne Steuermann aufs Podest. Die WM-Fünften fuhren auf den letzten 500m von Rang fünf auf Platz drei vor. Das Duo Rene Bertram/Robert Sens (Magdeburg/Berlin) fuhr im Doppelzweier der Männer auf Platz zwei, bei den Frauen belegten die Vizeweltmeisterinnen Britta Oppelt/Susanne Schmidt (beide Berlin) und Christiane Huth/Stephanie Schiller (beide Potsdam) die Ränge zwei und drei.

Im Zweier ohne Steuermann kamen die WM-Fünften Jochen Urban/Andreas Penkner Krefeld/Radolfzell) ebenso auf Rang drei wie der Doppelvierer der Frauen (Lena Möbus/Reinfeld, Julia Richter/Berlin, Juliane Domscheid/Potsdam, Jeannine Hennicke/Potsdam) und der der Männer (Robert Bertram/Magdeburg, Clemens Wenzel/Potsdam, Rene Burmeister/Rostock, Christian Schreiber/Halle/Saale). In der nicht-olympischen Klasse Leichtgewichts-Einer eroberte Daniela Reimer (Postdam) ebenfalls Rang drei.

Neben viel Licht auch Schatten beim DRV

Doch längst nicht alle Teilnehmer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) sind bereits in WM-Form. So hatte die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron im Einer bei ihrem Comeback auf der internationalen Bühne bereits am Freitag das Finale verpasst.

Im Hoffnungslauf war der Männer-Achter gescheitert, der allerdings in Ottensheim nur mit der zweiten Garnitur am Start war. Für Bundestrainer Dieter Grahn, der lediglich den Dresdner Jörg Dießner aus der Gold-Crew der WM in Eton im DRV-Flaggschiff ließ, und den DRV hatte der Auftritt dennoch eine wichtige Erkenntnis. "Man hat gesehen, dass man nur mit den allerbesten Athleten in der Weltspitze mitrudern kann", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

© SID

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