Rudern WM
Achter möchte Vormachtstellung behaupten

Mit der Hoffnung auf mindestens fünf Medaillen startet der Deutsche Ruderverband in die Weltmeisterschaften in Neuseeland. Paradeboot soll wieder der erfolgreiche Achter werden.

Der Deutschland-Achter fährt der Konkurrenz seit zwei Jahren in bemerkenswerter Weise davon und will seine Vormachtstellung auch bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Neuseeland behaupten. "Der Achter ist unser Paradeboot. Er ist da, wo wir ihn sehen wollen, an der Spitze", sagte der deutsche Cheftrainer Hartmut Buschbacher vor den am heutigen Samstagabend deutscher Zeit beginnenden Titelkämpfen in 23 000 Kilometer Entfernung.

Der Deutsche Ruderverband (DRV) startet auf dem Lake Karapiro in den 14 olympischen Klassen in voller Flottenstärke und will sich zwei Jahre vor den Sommerspielen in London in der Weltspitze behaupten. Die fünf bei der WM im vergangenen Jahr gewonnenen Medaillen sind erneut das erklärte Ziel des Cheftrainers.

Das seit dem letzten Platz bei den Sommerspielen 2008 in Peking auf der olympischen 2000-m-Strecke ungeschlagene Flaggschiff will seinen WM-Titel in Neuseeland erfolgreich verteidigen und steht in der Favoritenrolle. "Die Vorbereitung lief gut. Wir sind alle heiß und wollen wieder Gold", sagte Achter-Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz).

Harte Vorbereitung als Erfolgsrezept

Mit seinen sieben bärenstarken Teamkollegen und Steuermann Martin Sauer (Berlin) quälte sich Schmidt drei Wochen durch die harte Vorbereitung in Sacramento. "Rein technisch sind wir ein Stück weiter zusammengerückt und auch physisch, denke ich, können wir uns nicht beklagen", meinte Schmidt.

Hauptkonkurrenten des Achters sind neben Olympiasieger Kanada die starken Briten. Doch die deutsche Crew will ihre technische Überlegenheit ausspielen. Im Gegensatz zum WM-Triumph 2009 hat Achter-Trainer Ralf Holtmeyer auf den Rollsitzen des in den Farben Schwarz-Rot-Gold gehaltenen Großbootes noch einmal zwei Umbesetzungen vorgenommen.

Der 2,08m große Lukas Müller (23/Düsseldorf) und der 22-jährige Maximilian Reinelt (Ulm) rückten für Filip Adamski (27/Mannheim) und Urs Käufer (25/Ulm) ins Boot. "Wir haben eine sehr gute Konkurrenzsituation. Beide haben sich über ihre physische Stärke aufgedrängt", meinte Holtmeyer.

Die Umbesetzungen störten die Harmonie im Erfolgsboot nicht. Siege bei den Weltcups in München und Luzern sowie bei der EM in Portugal beeindruckten die Konkurrenz.

Zudem wurde zuletzt ein weiteres Hindernis auf dem Weg nach London 2012 aus dem Weg geräumt. Einer der weltgrößten Pumpenhersteller (Wilo SE) wurde als neuer Hauptsponsor gefunden, nachdem der vorherige Geldgeber Ende des vergangenen Jahres ausgestiegen war.

© SID

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