Rückstand
Klöden verliert Tour-Spitze aus den Augen

Für T-Mobile-Profi Andreas Klöden wird die Realisierung eines großen Traumes immer unwahrscheinlicher. Nach der ersten großen Pyrenäen-Etappe sind die Favoriten auf den Tour-de-France-Sieg andere.

Ganz oben auf der Rechnung für den Gesamtsieg der Tour de France hatten die Radsport-Experten T-Mobile-Profi Andreas Klöden, nachdem die Topfavoriten wie Ivan Basso und Jan Ullrich noch vor Beginn der Rundfahrt der berüchtigten Doping-Affäre zum Opfer gefallen waren. Nach der ersten harten Bergetappe durch die Pyrenäen ist der Toursieg für Klöden allerdings schon in weite Ferne gerückt. Mit deutlichem Rückstand auf seine schärfsten Rivalen erreichte der Top-Fahrer des T-Mobile-Teams die Bergankunft im spanischen Val d´Aran und büßte auf einen Schlag seine gute Ausgangsposition im Kampf um das Gelbe Trikot ein.

Jubeln durften am Ende der 206,5km langen elften Etappe über fünf Bergwertungen andere: der Russe Denis Mentschow (Rabobank) als Tagessieger vor Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer (USA) und der Amerikaner Floyd Landis (Phonak) als neuer Spitzenreiter.

"Ich hatte am Ende mit Krämpfen zu kämpfen, deshalb konnte ich auf den letzten Kilometern nicht mehr folgen", erklärte Klöden nach seinem neunten Platz auf dem 1 860 Meter hohen Pla de Beret. Doch er sparte auch nicht mit Lob für seine Gegner: "Sie waren einfach saustark."

Nachdem ihm Mentschow, Leipheimer (USA) und Landis im Schlussanstieg 1:31 Minuten abgenommen hatten, suchte der Tourzweite von 2004 nach Erklärungen: "Wir haben schon einen Berg vorher mächtig Tempo gemacht, um die Spitzengruppe zu verkleinern - vielleicht war das etwas zu früh."

Aus Spitzengruppe zurückgefallen

Am Col du Portillon hatte die Magenta-Truppe anfänglich mit fünf Fahrern Tempo gemacht, dann aber auf dem Weg zu dem 1300m hohen Pass einen Helfer nach dem anderen eingebüßt. "Danach waren Michael Rogers und ich leider alleine", beklagte sich Klöden. Während sein australischer Teamkollege schon zu Beginn des Finales abreißen lassen musste, fuhr der 31-Jährige bis acht Kilometer vor dem Ziel in einer Siebener-Spitzengruppe, ehe auch er zurückfiel.

Klöden liegt nun als Sechster der Gesamtwertung 2:29 Minuten hinter dem neuen Gesamtführenden Floyd Landis, der seinen Vorgänger Cyril Dessel aus Frankreich (Ag2r) um acht Sekunden überflügelte. Dritter ist Mentschow, der 1:01 Minuten Rückstand zu Landis aufweist.

© SID

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