Russlands Regierungschef
Putin und Spiele

Der russische Regierungschef gilt als einflussreichster Sportpolitiker der Welt. Geschickt hat er die Olympischen Spiele und die Fußball-WM nach Russland geholt. Das nützt nicht nur seinem Land.
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MoskauOb auf der Judo-Matte, hoch zu Ross oder als Skifahrer – Kremlchef Wladimir Putin präsentiert sich mit Vorliebe als Sportler. Auf „Oben-ohne“-Fotos posiert der 61-Jährige medienwirksam beim Reiten oder Schwimmen und lässt seine Muskeln spielen. „Es ist viel wert, bei einem kompromisslosen Kampf Bester zu sein“, betont der russische Präsident. Mit seinen Auftritten beweist er nach Ansicht von Experten nicht nur Selbstbewusstsein. Die Bilder fördern auch den Personenkult um den durchtrainierten Staatschef.

Als Russlands starker Mann nutzt Putin seit Jahren geschickt seinen Einfluss, um das Riesenreich Schritt für Schritt zum Zentrum des Sports auszubauen. Vor allem dem Einsatz des früheren Geheimdienstchefs sei es zum Beispiel zu verdanken gewesen, dass Ringen weiter olympische Sportart sei, wird in Moskau betont. Für Beobachter ist Putin der einflussreichste Sportpolitiker der Welt.

Kaum eine russische Bewerbung für ein wichtiges Turnier, die unter seiner Führung nicht erfolgreich gewesen wäre. Weltmeisterschaften im Schwimmen (2015 in Kasan), im Eishockey (2016 in Moskau und St. Petersburg) und im Fußball (2018) finden in Russland statt. Und 2014 soll im Schwarzmeerort Sotschi erstmals Formel-1-Seriensieger Sebastian Vettel seinen Wagen über eine russische Strecke steuern.

Als „Appetitanreger“ und erster Höhepunkt stehen im Februar 2014 die Olympischen Winterspiele in Sotschi bevor. Die schönen Bilder feiernder Athleten und fröhlicher Zuschauer sollen nach Einschätzung von Experten das angekratzte Bild Russlands vor allem im Westen verbessern, der dem Kreml etwa Menschenrechtsverletzungen vorwirft.

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Mangelnde Nachhaltigkeit

Kommentare zu " Russlands Regierungschef: Putin und Spiele"

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  • Russland hat Deutschland verlassen, die Amerikaner hausen weiter hier und koste den deutschen Steuerzahlern immense Summen. Geplant ein neues Militärkrankenhaus für mehrere Mio. auf kosten der deutschen Steuerzahler. Etc. .....
    Ami go endlich home!!!

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