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Schruff scheitert in Runde drei an Scharapowa

Die an Nummer eins gesetzte Russin Maria Scharapowa war für die Deutsche Julia Schruff in der dritten Runde der US Open eine Nummer zu groß. Die 23 Jahre alte Augsburgerin unterlag 2:6, 4:6.

In Runde drei war für Julia Schruff bei den US Open in New York erwartungsgemäß Endstation. Die 23 Jahre alte Augsburgerin musste sich Turnierfavoritin Maria Scharapowa mit 2:6, 4:6 geschlagen geben. Schruff kann sich allerdings mit einem Preisgeld von 40 000 Dollar trösten, dem größten Scheck in ihrer bisherigen Karriere. Die an Nummer eins gesetzte Scharapowa trifft nun im Achtelfinale auf den neuen indischen Star Sania Mirza.

"Ich war am Anfang viel zu nervös: Die ganzen Eindrücke bei so einem Match gegen Scharapowa, die ganze Atmosphäre. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich hier erreicht habe", meinte die Deutsche. Als Schruff bei strahlendem Sonnenschein und etwa 25 Grad in das mit rund 12 000 Zuschauern gut gefüllte Stadion geführt wurde, spielten die Organisatoren Stevie Wonders "Isn´t she lovely". Alle Augen richteten sich auf Scharapowa, die am besten vermarktete Spielerin auf der WTA-Tour. "Ich will versuchen, ein bischen Spaß zu haben und sie etwas zu fordern", hatte Schruff vor dem Match gesagt. Mit dem Erreichen der dritten Runde hatte sie ihr Ziel schließlich bereits erreicht und damit gleichzeitig die wichtige Qualifikation für das Hauptfeld der Australian Open 2006.

Zu viel Respekt

Das mit dem Spaß gelang der Augsburgerin aber zunächst nicht. Sie wirkte angespannt, nervös, nicht frei. Nach dem ersten Punktgewinn durch einen Fehler der Wimbledon-Siegerin von 2004 gelang der Deutschen dann zunächst mal fast gar nichts. "Ich hatte zu viel Respekt vor Maria. Man denkt immer, sie müsste einen nur so vom Platz hauen. Aber das ist gar nicht so", sagte Schruff. Schnell war Scharapowa auf 3:0 davon gezogen und als Schruff zum 1:3 der erste Spielgewinn gelang, jubelten die Fans in einer Mischung aus Mitleid und Begeisterung.

Mit zunehmender Spielzeit aber konnte sich Schruff frei spielen. Auch eine Behandlungspause nach dem ersten Satz, als ihr linker Oberschenkel bandagiert werden musste, brachte eher ihre Gegnerin aus dem Konzept als die Weltranglisten-87. aus Schwaben. Den zweiten Satz hielt sie insgesamt offen, ihr gelangen jetzt auch mutige Gewinnschläge. Sie bewies, dass sie Tennis spielen kann und nahm Scharapowa sogar einmal den Aufschlag ab. Schruff: "Nach der Behandlung war ich ruhiger und konnte mich auch auf das Spiel konzentrieren. Beim nächsten Mal bin ich nicht so nervös, das war eine gute Erfahrung."

Härtere Grundschläge

Am Ende aber setzte sich die größere Klasse von Scharapowa durch, die mit ihrem starken Aufschlag und den härteren Grundschlägen insgesamt das Match bestimmte und schließlich den ersten Matchball verwandeln konnte. Schruff aber konnte mit ihrem ersten Spiel im größten Tennisstadion der Welt insgesamt zufrieden sein. "Ich wollte nicht abgeschossen werden", hatte sie vorher gesagt. Das ist ihr gelungen.

© SID

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