Schwimmen EM
Buschschulte mit EM-Gold am Abschlusstag

Antje Buschschulte holte bei der Kurzbahn-EM in Helsinki über 100m Schmetterling die sechste Goldmedaille für die deutschen Schwimmer. Thomas Rupprath verpasste hingegen einen Einzeltitel, holte aber Silber und Bronze.

Antje Buschschulte hat sich bei der Kurzbahn-EM in Helsinki am Abschlusstag noch den erhofften Einzeltitel gesichert. Mit ihrem dritten deutschen Rekord innerhalb von zwei Tagen bescherte die Magdeburgerin Deutschlands Schwimmern Gold über 100m Schmetterling . "Es hat sich gelohnt, sich auf diese Strecke mal ernsthaft vorzubereiten", meinte die 27-Jährige mit einem strahlenden Lachen: "Die Rekordflut hat selbst mich überrascht."

Thomas Rupprath blieb hingegen auch bei den letzten beiden Versuchen in Finnlands Hauptstadt der Griff zum Einzelgold verwehrt. Der Schwimm-Profi aus Hannover belegte über 50m Schmetterling Platz zwei sowie Rang drei über 100m Rücken. Dort musste sich Helge Meeuw nur um eine Handbreite dem Russen Arkadi Wijatschanin geschlagen geben. Janne Schäfer baute mit Bronze über 100m Brust die Ausbeute des DSV-Teams in der finnischen Hauptstadt auf 15 Medaillen aus.

Lurz ohne Medaille über 200m Freistil

Die Langbahn-Vizeeuropameisterin Annika Lurz ging über ihre Paradestrecke 200m Freistil beim Europarekord der Französin Alena Popchanka als Vierte hingegen leer aus. Weltrekord schwamm im letzten Rennen die schwedische 4x50m-Freistilstaffel der Männer in 1:24,89 Minuten.

Buschschulte konnte indes den Verlust ihres Europarekords über 200m Rücken durch die Ungarin Esther Baron locker verkraften. In 56,94 Sekunden blieb sie über die für sie ungewohnten 100m Schmetterling nochmal 67 Hundertstel unter ihrem deutschen Rekord aus dem Halbfinale vom Samstag und setzte sich in einem fulminanten Endspurt mit großem Kampfgeist gegen die Niederländerin Inge Dekker (57,19) durch.

Ihr Lebenspartner Meeuw verpasste Gold zum Abschluss hingegen ganz knapp. Am Ende trennten den Neu-Frankfurter in 51,16 Sekunden fünf Hundertstel vom Sieg. "Das war Pech. Arkadi hat halt die längeren Arme", meinte Meeuw, konnte sich aber mit seiner dritten Einzel-Medaille trösten. Rupprath folgte in 52,02 Sekunden auf Rang drei. Kurz darauf musste sich der 29-Jährige über 50m Schmetterling in 23,34 Sekunden nur dem Kroaten Alexei Puninski geschlagen geben.

Schäfer auch über 100m auf dem Treppchen

Schäfer bewies nach ihrer Titelverteidigung über 50m Brust, dass sie mit veränderter Technik auch über die doppelte Distanz in der internationalen Spitze mithalten kann. "Das war mein erstes internationales Finale über diese Strecke, deshalb bin ich super zufrieden", meinte die in Bath lebende Wahl-Engländerin, die sich in 1:07,32 Minuten nur Anna Chlistunowa aus der Ukraine (1:05,73) und der Britin Kirsty Balfour (1:06,57) geschlagen geben musste. Die Dortmunderin Sonja Schöber (1:08,13) wurde Achte. Anne Poleska (Essen) hatte als Neunte das Finale verpasst.

Beim Showdown über 200m Freistil blieb Lurz in 1:55,28 Minuten unter Form und ohne Medaille. "Ich habe mich hier nicht mehr so gut gefühlt wie noch in Hannover", erklärte die Würzburgerin, die bei den deutschen Wintermeisterschaften vor zwei Wochen den Langbahn-Weltrekord von Franziska van Almsick knapp verpasst hatte.

Popchanka (1:54,25) verbesserte unterdessen den Europarekord der Britin Melanie Marshall um 28 Hundertstel und verwies Langbahn-Europameisterin Otylia Jedrzejczak aus Polen (1:54,39) sowie die Schwedin Josefin Lillhage (1:54,75) auf die Plätze zwei und drei. Die Frankfurterin Meike Freitag (1:55,90) wurde Sechste. Frankreichs Schwimmstar Laure Manaudou, die sich in Helsinki drei Titel sicherte, hatte auf einen Start verzichtet.

© SID

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