Schwimmen EM
DSV-Athleten weiter erfolgreich auf Medaillenjagd

Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften waren die DSV-Athleten erneut erfolgreich und gewannen vier Silbermedaillen. Jeweils Zweite wurden Steffen Deibler, Helge Meeuw, Janine Pietsch und die Lagen-Staffel der Frauen.

Auch am dritten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Triest präsentierten sich die deutschen Athleten in toller Form und holten gleich viermal Silber. Jeweils auf den zweiten Plätze kamen die große Nachwuchshoffnung Steffen Deibler (Biberach) über 100m Freistil, Helge Meeuw (Wiesbaden) über 200m Schmetterling, die Langbahn-Weltrekordlerin Janine Pietsch (Ingolstadt) über 50m Rücken sowie die Lagen-Staffel der Frauen ins Ziel.

"Die Zeit hatte ich mir in etwa vorgenommen. Aber dass es zu Silber reichen würde, hätte ich nicht gedacht", meinte Deibler. Vor dem 18 Jahre alten Junioren-Europameister schlug nur der italienische Weltmeister Filipo Magnini in der Europarekordzeit von 46,52 Sekunden an. Auch Helge Meeuw war nach seiner besten Platzierung auf internationaler Ebene überglücklich: "Die Medaillen der anderen deutschen Schwimmer haben mich richtig heiß gemacht. Die Zeit ist sensationell. Ich wusste schon heute morgen nach dem Vorlauf, dass ich schnell schwimmen kann." In 1:52,49 Minuten musste er sich nur dem polnischen Langbahn-Weltmeister Pawel Korzeniowski (1:50,89) geschlagen geben.

Janine Pietsch scheitert nur knapp

Janine Pietsch fehlten gegenüber der Goldgewinnerin Louise Örnstedt aus Dänemark nur 21 Hundertstel. Nach Bronze über 100m Rücken war es die zweite Medaille in Triest für die Blondine. Kurz nach ihrem Einzelrennen holte Pietsch dann auch gemeinsam mit Janne Schäfer (Wolfsburg), Daniela Samulski (Wuppertal) und Dorothea Brandt (Berlin) in deutscher Rekordzeit von 1:47,68 Minuten Silber über 4x50m Lagen. Goldgewinner Niederlande stellte in 1:47,44 Minuten einen Weltrekord auf. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat damit vor dem Schlusstag insgesamt 13 Medaillen auf dem Konto und liegt im Medaillenspiegel weiter vorn.

Star der Titelkämpfe ist Freistil-Olympiasiegerin Laure Manaudou (Frankreich). Die 19-Jährige holte über 400m Freistil in 3:56,79 Minuten ihr insgesamt drittes Gold und unterbot dabei den Weltrekord von Lindsay Benko (USA) um fast drei Sekunden. Zuvor hatte Manaudou schon bei ihrem Sieg über 800m einen Weltrekord aufgestellt. Zudem triumphierte sie über 100m Rücken.

Rupprath vor hartem Stück Arbeit am Sonntag

Thomas Rupprath (Hannover) war einen Tag nach seinem goldenen Doppelpack nur in den Vorläufen im Einsatz und der gesundheitlich angeschlagene Weltmeister Mark Warnecke (Essen) verzichtete über 50-m-Brust nach seiner schweren Erkältung gleich ganz auf den Sprung ins Wasser. Rupprath erreichte das Finale über 100m Rücken in 52,13 Sekunden und damit der viertbesten Zeit im Halbfinale. Am Sonntag wartet ein hartes Stück Arbeit auf den Vorjahressieger. Denn er trifft auf Langbahn-Europameister Laszlo Cseh (Ungarn) und den Olympia-Zweiten Markus Rogan (Österreich), die beide in Triest schon mit Weltrekord zu Gold geschwommen sind. Cseh gelang dieses Kunststück über 200 und 400m Lagen sogar zweimal.

"Das wird richtig schwer", meinte Rupprath nach seinem Halbfinale. Der 28-Jährige hatte am Freitag Gold über 100m Schmetterling sowie 50m Rücken gewonnen. Für den Schlusstag hat er zudem noch über 50m Schmetterling gemeldet.

© SID

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