Schwimmen EM
Fabelweltrekord durch deutsche Freistil-Staffel

Bei der Schwimm-EM in Budapest ist die deutsche 4x200m-Freistil-Staffel der Frauen souverän zu Gold geschwommen. In 7:50,82 Minuten pulverisierte das DSV-Quartett zudem den Weltrekord. Gold ging auch an Helge Meeuw.

Gold und Weltrekord für die deutsche 4x200m-Freistil-Staffel der Frauen. Das aus Petra Dallmann (Heidelberg), Daniela Samulski (Wuppertal), Britta Steffen (Berlin) und Annika Liebs (Würzburg) bestehende Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) triumphierte bei den Europameisterschaften in Budapest in 7:50,82 Minuten und unterbot die zwei Jahre alte Bestmarke der USA um 2,60 Sekunden. Silber holte Polen (7:56,32). Bronze sicherte sich Frankreich (7:56,44).

Gold gab es ebenfalls für Youngster Helge Meeuw, der über 50m Rücken zu seinem ersten großen internationalen Titel schwamm. Der 21-Jährige aus Wiesbaden triumphierte in 25,06 Sekunden vor dem Griechen Aristeidis Grigoriadis (25,14) und dem Briten Matthew Clay (25,15). Der Wuppertaler Steffen Driesen (25,45) wurde Fünfter.

Silber über 100m Rücken sicherte sich derweil Antje Buschschulte, Bronze ging an Janine Pietsch. Die beiden Deutschen mussten sich nur Laure Manaudou geschlagen geben. Die Französin hatte in 1:00,88 Minuten 52 Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Magdeburgerin Buschschulte. Pietsch (Ingolstadt) folgte weitere 15 Hundertstelsekunden zurück.

"Das war wirklich ein traumhafter Tag. Mit dieser Ausbeute konnte man bis jetzt bei allem Optimismus natürlich nicht rechnen", sagte der neue DSV-Sportdirektor Örjan Madsen. Viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze sowie drei Weltrekorde lautet die Zwischenbilanz bei den Beckenschwimmern.

"Einfach nur stolz"

Der neue Superstar Britta Steffen war "einfach nur stolz. Das ist total toll. Die Mädels sind über sich hinausgewachsen", sagte die überglückliche dreifache Europameisterin und Weltrekordlerin, die bei ihrem Sieg über 100m Freistil auch eine neue Weltbestmarke gesetzt hatte. "Mit jedem Gold werde ich ein bisschen sprachloser", so Steffen. Einen Tag nach ihrem Weltrekord über 100m Freistil war die 22-Jährige im Vorlauf wie Liebs geschont worden. Im Finale sorgten die "Fantastischen Vier" in Bestbesetzung dann aber für Furore.



Meeuw hatte den Goldreigen am vierten Wettkampftag auf der Margareteninsel mit seinem Sieg über 50m Rücken eröffnet. "Ich bin super glücklich, dass es endlich geklappt hat. Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und mich zurückgekämpft", meinte der 21 Jahre alte Wiesbadener und atmete erstmal kräftig durch. Zuvor hatte Meeuw noch als Siebter über 100m Rücken sowie bei seinem Halbfinalaus über 200m Schmetterling enttäuscht. Nun kann er über 200m Rücken sogar vom Doppel-Triumph in der ungarischen Hauptstadt träumen.

Buschschulte feierte unterdessen ihr Silber wie einen Sieg. "Ich war nicht in der Form meines Lebens. Deshalb bin ich so froh", sagte die 27-Jährige aus Magdeburg, die sich zugleich für ihre Disqualifikation über 50m Schmetterling rehabilitierte. 50m-Weltrekordlerin Pietsch fehlte am Ende die Kraft. "Bis zur Wende habe ich mich super gefühlt, aber am Ende war der Ofen aus", gab die 24-Jährige aus Ingolstadt zu. Über 50 Meter Rücken traut sich Pietsch aber nun zu, die schier übermächtige Französin Manaudou in die Schranken zu weisen: "Da bin ich ja eigentlich besser."

Hetzer verpasst Edelmetall

Nach Silber über 400m Lagen verpasste Nicole Hetzer (Burghausen) über die halbe Distanz als Fünfte (2:14,98) eine weitere Medaille. Ins Finale über 200m Brust zog die für Wuppertal startende Wahl-Amerikanerin Sarah Poewe als Vierte (2:28,90) ein. Annika Mehlhorn (Baunatal) verpasste über 100m Schmetterling als Neunte in 59,55 Sekunden den Endlauf indes um 15 Hunderstel.

Langstreckenkönig Thomas Lurz aus Würzburg ging im 50m-Becken auf der Magareteninsel schon vorher baden. Für den Europameister über fünf und 10km platzte der Traum von einer weiteren Medaille über 1500m Freistil als Elfter bereits im Vorlauf.

© SID

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