Schwimmen International
Rekordgarantie durch neue Startblöcke

Neue Startblöcke erhöhen die Chance auf Bestzeiten im Schwimmen. In Kombination mit den noch erlaubten "Wunderanzügen" könnte eine weitere Rekordflut anstehen.

Das Zeitalter der High-Tech-Anzüge neigt sich dem Ende entgegen, doch eine weitere Revolution im Schwimmen soll auch in Zukunft für Weltrekorde sorgen. Durch die neuen Startblöcke mit schrägen Aufsätzen ähnlich wie in der Leichtathletik sind die Athleten auf dem Sprung in neue Dimensionen. Da die so genannten "Wunderanzüge" noch bis Jahresende erlaubt und die neuen Starthilfen seit dem Weltcup in Stockholm am Dienstag im Einsatz sind, erwarten Experten in den kommenden anderthalb Monaten Weltrekorde für die Ewigkeit.

Startblöcke sind für alle gleich

"Wenn man den Startblock richtig einzusetzen weiß, kann man bestimmt ein, zwei Zehntel schneller sein", sagt Kurzbahn-Weltrekordler Steffen Deibler. Der Hamburger hat bereits erste Erfahrungen damit gesammelt und ist begeistert: "Diese Entwicklung tut dem Sport gut." Dass künftig statt über "Anzug-Doping"über "Startblock-Doping" diskutiert wird, glaubt Deibler nicht: "Anders als bei den Anzügen sind die Startblöcke für alle gleich."

Auch Bundestrainer Dirk Lange begrüßt den Schritt, denn: "Die Athleten wollen immer schneller schwimmen." Lange glaubt, dass ähnlich wie in Stockholm auch bei den Kurzbahn-Weltcups in Berlin am kommenden Wochenende und in Singapur (21./22. November) sowie bei der Kurzbahn-EM in Istanbul (10. bis 13. Dezember) die Rekorde nur so purzeln werden: "Vor allem auf den Sprintstrecken wird sich die Rekordjagd durch die Anzüge und den Startblock fortsetzen."

Die neuen Startblöcke weisen eine stärkere Neigung auf. Durch die schrägen Zusatzteile, die am hinteren Ende angebracht sind, kann der Schwimmer beim Start mit dem optimalen 90-Grad-Winkel im Knie kräftiger abspringen. Dadurch erreichen sie eine höhere Anfangsgeschwindigkeit und tauchen zudem später ins Wasser ein.

"Wir sind erfreut über die positive Reaktion der Schwimmer"

Entwickelt wurden die Startblöcke von dem Schweizer Unternehmen Omega, das bei Schwimm-Großveranstaltungen offiziell als Zeitnehmer verantwortlich ist. "Wir sind stolz auf die neuen Startblöcke und sehr erfreut über die positiven Reaktionen der Schwimmer und des Weltverbandes Fina", sagte Firmen-Geschäftsführer Christophe Berthaud.

Ursprünglich war die Einführung der Startblöcke bereits für die WM in Rom Ende Juli geplant. Allerdings entschied sich die Fina kurzfristig dagegen, weil noch nicht alle Verbände damit ausgestattet waren.

© SID

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