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"Projekt Weltklasse 2008" - Madsen rudert zurück

Schwimm-Cheftrainer Örjan Madsen nimmt das "Projekt Weltklasse 2008" mit weniger Aktiven in Angriff. Nach dem WM-Desaster von Melbourne sind nur noch 19 statt 28 Athleten involviert.

Örjan Madsen greift durch. Einen Monat nach dem WM-Desaster von Melbourne hat der Schwimm-Cheftrainer im "Projekt Weltklasse 2008" mächtig aufgeräumt. Demnach gehören künftig nur noch 19 statt 28 deutsche Athleten dem auf Olympia in Peking vorbereitenden Kader an, 18 weitere Schwimmer zählen zu einem Olympia-Perspektiv-Kader.

Psychologen sollen künftig die Schwimmer auch zuhause an den Olympia-Stützpunkten unterstützen. Zudem werden Zielvereinbarungen mit jedem Trainer und Athleten erstellt, die die individuelle Planung und Dokumentation des Trainingsprozesses bis Peking beinhalten sollen. "Das ist ein kontrollierter Prozess, in den ich eng mit eingebunden werden möchte", meinte Madsen, der zuletzt erstmals eingeräumt hatte, seine Schwimmer nicht optimal auf die WM vorbereitet zu haben.

Zehn Beckenschwimmer aus dem Weltklasse-Team werden das kommende Höhentrainingslager vom 7. Juni bis 6. Juli in Flagstaff/Arizona absolvieren. Gerade um die von Madsen eingeführten langen Aufenthalte in der Höhe hatte es zuletzt viele Diskussionen gegeben.

Im Training auf der Suche nach der richtigen Balance

"Aber die offenkundigen trainingsmethodischen Probleme werden sowohl bei den Athletinnen deutlich, die sich in der Höhe vorbereitet haben, als auch bei denen, die im Flachland trainiert haben", sagte der Norweger. In beiden Fällen sei es eine Frage der richtigen Balance zwischen Ausdauer- und wettkampfspezifischem Training in den letzten vier bis fünf Wochen vor dem Großereignis gewesen.

Beschlossen wurden die Änderungen auf einer zweitägigen Trainertagung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) in Kaiserau. Dazu gehört auch eine frühere zeitliche Platzierung der Trainingsmaßnahmen. Kehrten die Sportler bislang etwa 27 Tage vor dem Hauptwettkampf aus der Höhe zurück, soll der Abstand nun 41 Tage betragen. "Größerer Trainingsumfang bedingt auch eine längere Erholungspause. Die haben wir vor der WM in dem notwendigen Maße versäumt", erklärte Madsen.

Zunächst nicht mit in die zentralen Trainingsmaßnahmen eingebunden sind Vizeweltmeister Annika Lurz aus Würzburg und die in England studierende Janne Schäfer.

© SID

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