Schwimmen WM
Steffen erhält Rückendeckung von Lenton

Britta Steffen hat im Hinblick auf die Doping-Verdächtigungen gegen ihre Person Rückendeckung von der Konkurrenz erhalten. "Es ist einfach traurig, und ich mag dieses negative Gerede nicht", sagte Lisbeth Lenton.

Nach den Doping-Verdächtigungen gegen Britta Steffen hat die deutsche Medaillenhoffnung bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Melbourne nun Unterstützung von der Konkurrenz erhalten. Australiens Cheftrainer Alan Thompson und Freistilsprinterin Lisbeth Lenton haben Steffen vor dem Auftakt der Wettkämpfe in Schutz genommen. "Es ist einfach traurig, und ich mag dieses negative Gerede nicht. Egal, ob es über die Deutschen oder jemand anderen ist", sagte die Titelverteidigerin über 50m Freistil und eine der größten WM-Hoffnungen des Gastgeberlandes.

"Auch ich wurde bereits des Dopings verdächtigt", erklärte Lenton, die über 100m Freistil auf die vierfache Europameisterin aus Berlin trifft. Diese hatte bei ihrem EM-Sieg im vergangenen August in Budapest mit 53,30 Sekunden den Weltrekord der Australierin unterboten (53,42) und sieht sich seitdem immer wieder Doping-Verdächtigungen ausgesetzt.

"Wenn du eine entsprechende Historie hast, ist es sehr schwer davon loszukommen", stellte Thompson mit Blick auf die Doping-Praktiken in der ehemaligen DDR fest. Zudem erklärte er, dass ein Teil der australischen Mannschaft in den vergangenen acht Tagen viermal Besuch von Doping-Kontrolleuren gehabt habe.

"Man muss auf das deutsche Frauen-Team ein Auge haben"

Dagegen erhob Kieren Pierkins erneut Vorwürfe gegen das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). "Es gibt keinen Beweis für systematisches Doping, aber man muss auf das deutsche Frauen-Team schon ein Auge haben", sagte der Olympiasieger von 1992 über 1 500 m Freistil, der bei der WM 1991 in Perth über diese Strecke in einem packenden Rennen gegen Jörg Hoffmann (Potsdam) hauchdünn verlor.

© SID

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