Schwimmer haben neuen Star
DSV bei der EM wie Phönix aus der Asche

Deutschlands Schwimmer haben sich bei den kontinentalen Meisterschaften eindrucksvoll zurückgemeldet und zwei Jahre vor Olympia in Peking eine deutliche Kampfansage an den Rest der Welt gerichtet. Vor allem "Goldlöckchen" Britta Steffen stieg bei der EM in Budapest mit ihrem Fabel-Weltrekord über 100m Freistil sowie den zwei Staffel-Bestmarken der "Fantastischen Vier" zur neuen Lichtgestalt auf.

Zum Abschluss krönte Europas neue Schwimm-Königin ihre Gala mit Titel Nummer vier über 50m Freistil und stellte dabei in 24,72 Sekunden die fünf Jahre alte nationale Bestmarke von Sandra Völker ein. Zudem gab es Silber mit der 4x100m-Lagenstaffel. Steffen steht bereit, die Lücke der großen Franziska van Almsick im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) zu schließen.

Madsen: "Bei den Weltrekorden hatte ich Gänsehaut

"Bei den Weltrekorden hatte ich Gänsehaut", sagte der neue DSV-Sportdirektor Örjan Madsen, der bei seinem internationalen Debüt einen Einstand nach Maß feierte. Selbst der kühle Analytiker geriet bei den Gala-Vorstellungen der "hervorragenden Mädels" ins Schwärmen. Trotz sechsmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze sowie Platz zwei hinter Russland im Medaillenspiegel verschloss Madsen aber auch nicht den Blick vor schwächeren Leistungen: "Wir lassen uns nicht einlullen. Es gab auch schwarze Löcher."

Erleichtert und entzückt nahm DSV-Präsidentin Christa Thiel die Rückkehr der deutschen Mannschaft in die Weltspitze zur Kenntnis. "Das war zum Teil sensationell und der erhoffte gelungene Auftakt auf dem Weg nach Peking", sagte Thiel: "Das Team ist mental viel stärker geworden, und ich bin mir sicher, dass wir auch bei der WM im kommenden Jahr in Melbourne in der Höhle des Löwen bestehen werden."

Steffen von null auf hundert

Vor allem Britta Steffen schwamm sich mit ihrem Weltrekord über 100m Freistil sowie den zwei Bestmarken mit den Staffeln ins Rampenlicht. "Kopf und Körper sind jetzt eine Einheit", erklärte die 22-Jährige, die nach Athen eine schöpferische Pause eingelegt hatte. Für Peking gilt Steffen nun als große Hoffnungsträgerin auf den ersten Olympiasieg einer deutschen Schwimmerin seit Dagmar Hase 1992 in Barcelona. "Olympia ist mein klares Ziel. Da will ich ganz vorne dabei sein", sagte Steffen.

Mit ihren ersten internationalen Titeln auf der Langbahn bescherten Modell-Athletin Janine Pietsch aus Ingolstadt und Youngster Helge Meeuw jeweils über 50m Rücken dem DSV weiteres Gold. Zudem gewannen Pietsch (Bronze), Nicole Hetzer aus Burghausen (Silber) und Erfolgsgarantin Antje Buschschulte aus Magdeburg trotz Studium-Stress (einmal Silber und Bronze) weiteres Edelmetall.

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