Segeln America's Cup
Bertarelli glaubt nicht mehr an Cup im Jahr 2009

Die Herausforderer von Titelverteidiger Alinghi müssen ihre Hoffnungen auf einen America's Cup im Jahr 2009 wohl beenden. "Dazu ist es zu spät", sagte der Schweizer Syndikatschef Chef Ernesto Bertarelli.

Alinghi-Präsident Ernesto Bertarelli sieht keine Möglichkeit mehr, den 33. America's Cup im Jahr 2009 auszutragen. "Dazu ist es zu spät", sagte der Chef des Schweizer Titelverteidigers der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Damit ist eine Verschiebung auf 2010 oder sogar 2011 wohl nicht mehr zu vermeiden.

Nahezu alle Herausforderer, darunter auch das United Internet Team Germany, hatten zuletzt noch auf eine Austragung zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt gehofft. "Für uns und unsere Partner bleibt 2009 das optimale Austragungsdatum", betonte Jochen Schümann mehrfach, auch Kampagnen-Chef Michael Scheeren gab stets seiner Hoffnung Ausdruck, "dass wir 2009 segeln können."

Gespräche mit US-Team ab Montag

Bertarelli kündigte zudem an, am Montag die Gespräche mit dem US-Team BMW Oracle Racing über die Zukunft des Cups zu beginnen. Im Mittelpunkt stehen dabei die radikalen Vorschläge, die von der Alinghi am Freitag publik gemacht wurden. "Das Projekt ist sehr ambitioniert, aber es verdient es, dass man darüber nachdenkt", sagte der Multi-Milliardär.

Bertarelli stellt unter anderem in Frage, ob der Titelverteidiger künftig automatisch für das kommende Cup-Duell gesetzt sein soll. Zudem regt der Alinghi-Boss an, Zeitplan, Austragungsort und Regeln künftig über mehrere Zyklen im voraus festzulegen, um Planung und Finanzierung der Teams zu erleichtern. Auch das Führungsgremium des Cups könne künftig eine permanente Institution sein, die in ihrer Zusammensetzung nicht mehr vom jeweiligen Sieger-Syndikat abhänge.

Diese Vorschläge rütteln zwar an der Tradition des 156 Jahre alten Wettbewerbs, sind nach Ansicht des 42 Jahre alten Unternehmers aber unausweichlich, "wenn man den Cup modernisieren und ins 21. Jahrhundert führen will." Die Ursprünglichkeit des Wettbewerbs sei bereits "mit den letzten Protokollen immer mehr verloren gegangen."

© SID

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