Segeln America´s Cup
Deutsches Team feiert Taufe von Germany I

In Kiel ist am Montagabend die neue Yacht des deutschen Segel-Syndikats United Internet Team Germany getauft worden. "Ich denke, das Boot wird mehr als konkurrenzfähig sein", erklärte Technik-Vorstand Eberhard Magg.

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany kann nach rund acht Monaten Bauzeit seine Yacht für den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia vom Stapel lassen. Am Montagabend wurde das 26 Meter lange und vier Meter breite Boot mit der Segelnummer "GER 89" in Kiel von Bundespräsidenten-Gattin Eva Luise Köhler auf den Namen Germany I getauft. "Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel", erklärte die 59 Jahre alte Pädagogin und ließ die obligatorische Flasche Champagner am Bug der Yacht zerspringen.

Syndikatschef Michael Scheeren zeigte sich von dem Schätzungen zufolge rund zehn Mill. Euro teuren Boot begeistert: "Wir haben ein starkes Team zusammengestellt und einen hervorragenden Cupper gebaut." Technik-Vorstand Eberhard Magg fügte hinzu: "Ich denke, das Boot wird mehr als konkurrenzfähig sein. Jetzt gilt es, das Optimum aus ihm herauszuholen."

"Feintuning erfordert noch Zeit"

Bei den nächsten Testregatten (Acts) vom 11. bis zum 21. Mai auf dem Cup-Revier von Valencia wird die Germany I allerdings noch ebenso wenig zum Einsatz kommen wie bei dem darauffolgenden Act im Juni. "Das wäre zu riskant. Das Feintuning erfordert noch Zeit", begründete der dänische Skipper Jesper Bank, der mit dem ersten deutschen Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung vorerst weiter auf die drei Jahre alte Yacht mit der Segelnummer "GER 72" zurückgreifen wird.

Das einst vom italienischen Team Mascalzone Latino (jetzt Team Capitalia) erworbene Boot war über die Osterfeiertage erneut Modifikationen unterzogen worden. "Natürlich sind die Verbesserungen, die wir an diesem Boot älterer Bauart schaffen können, nur minimal. Aber wir haben das Gesamtpaket abgestimmt und dadurch die Geschwindigkeit leicht verbessert", sagte Bank.

Anfang Juni auf das Wasser

Die Germany I soll spätestens Anfang Juni erstmals auf der Kieler Außenförde zu Wasser gelassen werden. Nach erfolgreichen Tests würde sie dann auf dem Landweg nach Valencia geschickt. Banks Hoffnungen in die neue Yacht sind bereits jetzt groß: "Ich erwarte ein Boot, das zu den besten im America´s Cup gehört."

© SID

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