Segeln America´s Cup
Erneut nichts zu holen für das Team Germany

Im zwölften Matchrace in Valencia gab es für das United Internet Team Germany die elfte Niederlage. Gegen die südafrikanische Shosholoza gab es für Skipper Jesper Bank und seine Crew nichts zu holen.

Auch am Montag ist das Segel-Syndikat United Internet Team Germany bei der Herausforderer-Runde des 32. America´s Cup in Valencia nicht über die Rolle des Prügelknaben hinaus gekommen. Der erste deutsche Teilnehmer in der 156-jährigen Geschichte der Veranstaltung wurde vom südafrikanischen Team Shosholoza um 1:23 Minuten distanziert und musste im zwölften Rennen die elfte Niederlage hinnehmen. Einzig gegen das Team China ist bisher ein Sieg gelungen.

"Die Südafrikaner haben ihr Boot wesentlich länger und konnten mehr optimieren. Dadurch haben sie das bessere Setup und das schnellere Schiff. Dennoch hatten wir gehofft, dass etwas geht", kommentierte Grinder Henning Sohn (Hamburg) die Fortsetzung der Niederlagenserie: "Natürlich drücken die Ergebnisse auf die Stimmung. Es wäre ja auch schlimm, wenn man so sehr abstumpfen würde, dass man nicht mehr enttäuscht wäre."

Team China überrascht den Spitzenreiter

In der Gesamtwertung liegt das Team Germany weiter auf dem zehnten Rang. Allerdings konnten die bisher letztplatzierten Chinesen dank eines überraschenden Erfolges gegen die gesamtführende US-Kampagne BMW Oracle Racing zu den Deutschen aufschließen. Dabei profitierten die Asiaten aber von erheblichen Vorsegelproblemen der Amerikaner, bei denen der Münchener Vorschiffsmann Tony Kolb an Bord war.

Kolb hatte im Rennen gegen die Deutschen am Sonntag sein Cup-Debüt gegeben und sich anschließend von der Leistung seiner Landsleute enttäuscht gezeigt. BMW Oracle Racing war im Ziel 3:17 Minuten schneller. "Bei ihnen ist keine Weiterentwicklung zu erkennen. Ich hatte schon ein wenig mehr erwartet und hätte nicht gedacht, dass sie so langsam sind", meinte der 31-Jährige.

Luna Rossa und BMW Oracle liegen gleichauf

Auch am Dienstag kann sich das Team Germany nur geringe Siegchancen ausrechnen. Dann steht der Vergleich mit der Luna Rossa auf dem Programm. Die Italiener führen das Gesamtklassement punktgleich mit BMW Oracle Racing an und gelten als einer der Mitfavoriten. "Wir werden weiterhin alles geben und versuchen, für eine Überraschung zu sorgen", versprach Team-Germany-Skipper Jesper Bank aus Dänemark.

Bei der Herausforderer-Runde wird der Gegner des Schweizer Titelverteidigers Alinghi mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann aus Penzberg ermittelt. Nach Abschluss der zweiten Round Robin am 9. Mai ziehen die vier bestplatzierten Teams in die Vorschlussrunde ein. Der Sieger des folgenden Finales darf die Alinghi ab dem 23. Juni zum Duell um den 32. America´s Cup fordern.

© SID

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